Neue Vorwürfe im Fall Maddie: Der frühere Ermittlungschef behauptet, die Eltern hätten die Leiche ihrer Tochter in einem Sarg verschwinden lassen. Die McCanns haben einen Verleumdungsprozess gegen ihn angestrengt.

Ex-Kommissar Goncalo Amaral legt noch einmal nach: Die Eltern der seit sieben Jahren verschwundenen Madeleine McCann sollen nach seiner Theorie die Leiche ihrer Tochter versteckt haben. Dazu soll das britische Paar das tote Mädchen in den Sarg einer Frau gelegt haben, der wenig später eingeäschert worden sei. Die McCanns hätten angeblich den Schlüssel zu einer Kirche gehabt, in der dieser Sarg stand. Das berichtet das britische Boulevardblatt "Daily Mirror" und beruft sich auf portugiesische Medien.

Der frühere Ermittlungschef wird derzeit von Gerry und Kate McCann wegen übler Nachrede verklagt. Er hatte in dem 2008 veröffentlichten Buch "Maddie - Die Wahrheit über die Lüge" die These aufgestellt, das gemeinsame Kind der McCanns sei bei einem Unfall im Hotelzimmer der Familie gestorben und ihre Eltern hätten die Leiche anschließend verschwinden lassen. Maddie war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve verschwunden.

Der Prozess musste am Montag zum vierten Mal vertagt werden, weil Amaral seinen Rechtsvertreter gewechselt hatte. (com)