Nach der tödlichen Attacke auf seine Besitzer ist der Staffordshire-Mischling Chico jetzt eingeschläfert worden. Bei vielen Tierfreunden ist jetzt die Trauer groß - einige planen deshalb für Chico eine besondere Aktion am Wochenende.

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Tierfreunde planen eine Mahnwache für den getöteten Hund Chico. Für Sonntag sei eine Versammlung mit 80 bis 100 Teilnehmern angekündigt worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Zuvor war bei Facebook eine Veranstaltungsankündigung aufgetaucht: "Ihr dürft Kerzen und Plakate mitbringen", heißt es darin.

Der Staffordshire-Mischling hatte Anfang April seine Besitzer totgebissen, eine 52 Jahre alte Frau im Rollstuhl und deren 27 Jahre alten Sohn. Am Montag war das Tier nach einer Untersuchung eingeschläfert worden. Staffordshire Bullterrier werden in den meisten Bundesländern als gefährliche Hunde eingestuft.

Petition blieb erfolglos

Chico litt an einer stark schmerzhaften frischen Kieferverletzung. Wegen der Schwere der Verletzung, die vermutlich in der Zeit um die Beißattacke entstanden ist, habe die Veterinärbehörde die Entscheidung getroffen, Chico noch in der Narkose einzuschläfern, sagte Stadtsprecher Udo Möller.

Fast 290.000 Menschen hatten eine Online-Petition gegen eine Tötung des Tiers unterstützt. "Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!", lautete der Internet-Aufruf. Nach tödlichen Attacken ist es üblich, dass die Tiere eingeschläfert werden.

Tierschutzbund will Hundeführerschein für alle Halter

Angesichts der Beißattacken der jüngsten Zeit plädiert der Deutsche Tierschutzbund für die bundesweite Einführung eines Hundeführerscheins. "Es geht darum, die Sachkunde der Hundehalter zu verbessern - und zwar in allen Bundesländern", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder. Dagegen habe es keinen Sinn, Rasselisten mit angeblich gefährlichen Rassen zu erfinden, betonte er. (mss/dpa)

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