• Der aufsehenerregende Diebstahl von 483 keltischen Goldmünzen beschäftigt die Ermittler.
  • Die Fahnder des Bayerischen Landeskriminalamtes wollen nun weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

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Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) will am Mittwoch Details zum Diebstahl des keltischen Goldschatzes im Millionenwert aus einem Manchinger Museum bekanntgeben. In der Nacht zum Dienstag waren die unbekannten Einbrecher in das Kelten Römer Museum in dem Ort bei Ingolstadt eingestiegen. Der aus 483 Münzen bestehende Goldschatz wurde dabei vollständig gestohlen.

Verlust des Kelten-Schatzes "ist eine Katastrophe"

Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) sprach von einem enormen kulturellen Schaden. "Der Verlust des Kelten-Schatzes ist eine Katastrophe, die Goldmünzen als Zeugnisse unserer Geschichte sind unersetzlich", sagte er.

Der Goldschatz war das Aushängeschild des Museums. Der Sammlerwert der historischen Münzen wird laut LKA auf mehrere Millionen Euro taxiert. Es handelt sich um den größten keltischen Goldfund, der im vergangenen Jahrhundert aufgetaucht ist. Ein Grabungsteam hatte vor 23 Jahren die Münzen entdeckt. In der Vitrine befanden sich 483 Goldmünzen. Sie wurden auf etwa 100 vor Christus datiert.

Nach Einschätzung der Polizei können die Täter den in Manching gestohlenen Goldschatz nur schwer verkaufen. Daher sei zu befürchten, dass sie die 483 keltischen Münzen einschmelzen und für den Goldwert veräußern. Das sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Mittwochmorgen.

Einbruch fand wohl in den frühen Morgenstunden des Dienstags statt

Nach ersten Ermittlungen war es in den frühen Morgenstunden des Dienstags zu dem Einbruch gekommen. Die Täter verschwanden unerkannt. Erst als am Morgen die Mitarbeiter in das Museum kamen, wurde die Tat entdeckt. Zunächst wurde die Kripo des Polizeipräsidiums in Ingolstadt eingeschaltet. Wegen des großen Wertes des Diebesgutes übernahm dann aber schnell das LKA den Fall.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es zudem einen Zusammenhang mit der Sabotage an mehreren Glasfaserleitungen gibt, die in der Nacht zum Ausfall der Telefon- und Internetverbindungen bei etwa 13.000 Privat- und Firmenkunden rund um Manching geführt hatte. Die zeitliche und räumliche Nähe zur Tat lege das nahe, sagte ein Sprecher. Durch die Sabotage habe es zudem keinen Alarm bei der Polizei gegeben.

Schatz wurde seit 2006 ausgestellt

Seit 2006 wurde der Schatz in dem damals eröffneten Museum im Landkreis Pfaffenhofen/Ilm ausgestellt. Das sogenannte Oppidum Manching gilt als eine wichtige keltische Siedlung, in der bis heute Archäologen immer wieder Funde dokumentieren.

Aber auch bei Kriminellen ist die Bedeutung von Manching bekannt. Erst Anfang Mai hatten dort Raubgräber auf dem Gelände einer wissenschaftlichen Grabung etwa 140 Löcher gegraben. Ob dabei Keltenfunde entwendet wurden, ist bislang nicht bekannt. (dpa/mgb)

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