In Kerpen soll die Schumi-Kartbahn dem Braunkohletagebau weichen. Einen neuen Standort der Sportstätte wird es wohl nicht geben. Das soll Ralf Schumacher bestätigt haben.

Eingefleischte Schumacherfans dürften sauer sein: Die Piste, auf der Michael Schumacher den Grundstein für seine sagenhafte Formel-1-Karriere legte, soll dem Braunkohlebau weichen.

In zwei Jahren wäre Schumis Strecke Geschichte

Der 1.107 Meter lange Erftlandring in Kerpen soll 2020 platt gemacht werden, berichtet der "Kölner Express".

Und das ohne Ersatz. "Es gibt keine neue Kartbahn", bestätigte Jugendwart Ralf Schumacher der Zeitung.

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Die gemeinsame Suche mit RWE sei Schumacher zufolge nicht erfolgreich gewesen. Damit verlieren 550-Klubmitglieder ihre sportliche Heimat.

"Jetzt geht es um den Kauf des Geländes und um die Terminierung der Übergabe der Rennstrecke an uns", bestätigte ein RWE-Sprecher.

Der sogenannte Erftlandring habe schon bei der Genehmigung des Tagebaus 1977 innerhalb der Abbaugrenzen gelegen.

"Es war klar, irgendwann kommt der Tagebau. Man hat ja auch jahrelang nach einem neuen Standort gesucht", so der Sprecher.

"Es ist eine Schande. Hier sterben Tradition und erfolgreiche Jugendförderung gleichzeitig“, sagte der Bruder von Michael Schumacher.

Ralf Schumacher muss es wissen. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer und sechsfache Grandprix-Gewinner ist ebenfalls auf der Kartbahn groß geworden. Ebenfalls erlernte Sebastian Vettel hier das Kartfahren.

Elf Weltmeister-Titel wurzeln in Kerpen

Der Klub erwägt, seinen Anteil - ein Drittel - nun an den Tagebau-Betreiber RWE zu verkaufen. Der Rest gehört Michael Schumacher. Die Familie sei im Bilde.

Mit dem Aus für die Kerpener Kartbahn endet dann wohl die 55-jährige Geschichte des Klubs, dessen Zöglinge elf Formel-1-Titel hervorgebracht haben.

(fab)

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