München (ks) - Nach der Sicherheitspanne am Münchner Flughafen hat die Regierung von Oberbayern die Schuld bei einer Mitarbeiterin der Sicherheitsgesellschaft (SGM) ausgemacht. Die Kontrolleurin hatte den Mann, dessen Laptop den Sprengstoff-Alarm ausgelöst hatte, unbeaufsichtigt gelassen. Dieser hatte daraufhin mit dem Laptop den Kontrollbereich verlassen.

In einer Pressemitteilung der Regierung von Oberbayern wies die Behörde darauf hin, dass sich die Mitarbeiterin damit regelwidrig verhalten hatte. Als sie das Verschwinden des Mannes bemerkte, eilte sie ihm zwar noch nach, konnte ihn jedoch nicht mehr finden.

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand beanstandete das Verhalten der Angestellten nach einer ersten Auswertung des Videomaterials. Demzufolge hatte der Mann nach der Kontrolle des Laptops seinen Mantel angezogen und den Bereich in normalem Tempo verlassen. Seinen Laptop konnte er unbehelligt wieder an sich nehmen.

Hillenbrand wies darauf hin, dass der Laptop nach der ersten positiven Kontrolle sicherzustellen gewesen wäre. Unklar blieb nach Auswertung des Video-Materials, ob der Mann der Meinung war, dass die Kontrolle seines Gepäcks bereits abgeschlossen war. Gemeinsam mit der Bundespolizei und der SGM will die Regierung von Oberbayern weiter an der Aufklärung der Sicherheitspanne arbeiten. Hillenbrand forderte eine sofortige Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Vorschriften. Ab Donnerstag wurden weitere Tische zur Ablage von auf Sprengstoff zu untersuchenden Gegenstände aufgestellt.