Das Video von US-Mobbing-Opfer Keaton Jones wurde in den letzten Tagen unzählige Male angeklickt und geteilt. Viele Stars sprachen dem Schüler aus Tennessee persönlich Mut zu. Was da noch keiner ahnte: Offenbar hat Keatons Mutter selbst wiederholt Mitmenschen gemobbt– mit äußerst rassistischen Kommentaren.

Nachdem Kimberly Jones einen Clip auf Facebook veröffentlichte, in dem ihr gemobbter Sohn Keaton von den Schikanen seiner Mitschüler an der Middle School berichtet, erreichte die Familie zunächst eine Welle des Zuspruchs und des Mitgefühls.

Prominente wie Rapper Snoop Dogg, Schauspieler Chris Evans und "Stranger Things"-Darstellerin Millie Bobby Brown meldeten sich bei dem Schüler aus Knoxville.

Schwere Vorwürfe gegen Kimberly Jones

Doch der plötzliche Ruhm im Internet hat seine Schattenseiten. Am Montag machten immer mehr Berichte die Runde, die behaupteten, Kimberly Jones vertrete rassistische Ansichten und verbreite diese via Facebook und Instagram.

Die Frau, die die sinnlosen Attacken gegen ihren Sohn verurteilte, soll selbst dazu neigen, andere rassistisch zu schikanieren und zu mobben. Screenshots von Beiträgen und Fotos, die Keatons Mutter geteilt haben soll, sollen die Vorwürfe belegen.

Damit nicht genug: Die ohnehin hitzigen Diskussionen wurden durch einen Instagram-Post des MMA-Profis Joe Schilling weiter befeuert.

Dieser veröffentlichte einen Chat-Verlauf mit jemandem, der angibt, Kimberly Jones zu sein – und einige der gezeigten Aussagen sind unzweifelhaft fremdenfeindlich.

So bezeichnet sie Schwarze angeblich als Raubtiere und fordert, dass Weiße zusammenhalten müssten. Allerdings räumt Schilling selbst ein, die Nachrichten könnten von einem Fake-Account stammen.

Indirekte Bestätigung der Vorwürfe?

Schließlich mischte sich auch ABC-Reporterin Linsey Davis ein und teilte den Screenshot einer Entschuldigung, die Keaton Jones veröffentlicht haben soll.

Darin bittet der Junge um Verzeihung für das Verhalten seiner Mutter. Der Beitrag von Davis wurde jedoch wenig später wieder gelöscht. (as)  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet