Nordkorea: "Alltägliche" Bilder aus einem seltsamen Land

Öffentlicher Nahverkehr, Massen-Huldigungen und Wasserparks: So sieht der "Alltag" in Nordkorea aus.

Alltag in Nordkorea: Vor dem Ryugyŏng-Hotel in Pjöngjang trommeln Mitglieder der Nordkoreanischen Frauengewerkschaft, während Passanten auf Fahrrädern vorbeifahren.
In der Nähe des Hauptbahnhofs flimmert eine Nachrichtenübertragung des Staatsfunks über eine Großbildleinwand. Das kleine Mädchen interessiert sich allerdings nur für den Fotografen.
Die öffentlichen Großbildleinwände lassen sich in vielen Ecken der Hauptstadt finden. Hier verfolgen einige Nordkoreaner das Treffen des "Obersten Führers" Kim Jong-un mit US-Präsident Donald Trump.
Nicht nur das Staatsfernsehen beschäftigt sich im Juni 2019 intensiv mit dem Treffen. Die öffentlichen Zeitungsaushänge zeigen ebenfalls die Bilder des Treffens.
Auch in den U-Bahn-Stationen der Hauptstadt hängen aktuelle Zeitungsausgaben aus. Die Metro Pjöngjang besteht aus zwei Linien und ist eines der wesentlichen Transportmittel der Stadt.
In den U-Bahnwaggons hängen die Bilder der verstorbenen Staatsführer Kim Il-sung und Kim Jong-il.
Dieser Mann nutzt die elektrische Straßenbahn der Hauptstadt. Wer Norkorea als Tourist bereisen will, darf dies übrigens nur in ständiger Begleitung eines "Reiseleiters", der für die Überwachung des Reisenden zuständig ist.
Neben der U-Bahn und der Tram fahren auch Oberleitungsbusse durch Pjöngjang. Gerade passiert das blaue Gefährt eine nordkoreanische Flagge.
Landesflaggen sind keine Seltenheit in der nordkoreanischen Hauptstadt. Hier hängen sie anlässlich des 25. Todestages Kim Il-sungs auf Halbmast.
Diese Kinder schwenken die nordkoreanische Flagge bei einer Tanzaufführung im Stadtbezirk Sadong, einem von insgesamt 18 Bezirken der Hauptstadt.
Im Taesong-Park findet anlässlich des Nordkoreanischen Kindertages ein Tauziehen statt.
Im größten Park der Stadt, dem Moranbong-Park, treffen sich ältere Norkoreaner in den Abendstunden zum Tanz.
Diese drei Damen sitzen vor einem Supermarkt in Pjöngjang und tauschen sich aus.
Eine Imbissbude in Pjöngjang zieht hungrige Gäste an.
Im Wasservergnügungspark Munsu nördlich der Hauptstadt verbringen einige Nordkoreaner ihre Freizeit.
Allerdings können sich den Spaß vermutlich nur die reichsten Nordkoreaner leisten. Der Eintrittspreis für vier Stunden beträgt in etwa ein Drittel des wöchentlichen Durchschnittseinkommens.
Dieser Junge kann sich über die Rutschpartie im Munsu-Wasserpark also glücklich schätzen.
Andere Kinder und Jugendliche trainieren in Pjöngjang für die sogenannten Massenspiele, bei denen Zehntausende Teilnehmer eine tänzerische und gymnastische Darbietung zeigen müssen: Ein riesiges Propagandaspektakel.
Nicht nur die Massenspiele überwältigen durch pure Masse. Die Koreanische Volksarmee zählt mit 1,3 Millionen Soldaten zu den zahlenmäßig größten Armeen der Welt. Die Wehrpflicht gilt für Männer (11 Jahre) und Frauen (bis zu 7 Jahre).
Nordkoreanische Soldaten wie Zivilisten werden von Kleinauf dazu getrimmt den Staatsführern zu huldigen.