Bereits zweimal platzierte ein Unbekannter eine Bombe in einem DHL-Paket. Nun droht der Erpresser mit weiteren Bomben und fordert eine Zahlung von zehn Millionen Euro, und zwar in der Kryptowährung Bitcoins.

Erst am vergangenen Freitag wurde der Potsdamer Weihnachtsmarkt aufgrund einer Paketbombe, welche an die Königin-Luise-Apotheke geschickt wurde, teilweise vorsorglich gesperrt.

Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Es ist jedoch nicht der erste Fall dieser Art: Ein anderes DHL-Päckchen ging Anfang November an einen Elektronikhändler in Frankfurt an der Oder.

Wie die "B.Z." berichtet, droht der DHL-Erpresser nun mit weiteren Paketbomben, wenn er nicht zehn Millionen Euro bekomme.

Doch der Täter wolle nicht etwa Bares, sondern Bitcoins - eine Kryptowährung, die weder Scheine noch Münzen kennt.

Was genau sind Bitcoins?

Bitcoins werden in einer digitalen Brieftasche, einer sogenannten Wallet, gespeichert und schützen die Anonymität des Besitzers sowie Empfängers.

Das digitale Geld besteht aus verschlüsselten Datenblöcken und kann von einigen Online-Börsen gegen echtes Geld umgetauscht werden. Derzeit liegt der Wechselkurs eines Bitcoins bei 10.329,42 Euro.

Erpresserschreiben im QR-Code versteckt

Der DHL-Erpresser habe seine Forderung, die als QR-Code in dem Paket versteckt war, direkt an das Versandhaus gerichtet.

Darüber hinaus habe der Unbekannte der "B.Z." zufolge gleichzeitig auch mit weiteren Bomben gedroht.

Seine bisherigen Pakete seien mit Schwarzpulver, Schrauben und Nägeln gefüllt gewesen.

Ein batteriebetriebener Zündmechanismus sollte dafür sorgen, dass die Bombe hochgeht, sobald jemand den Deckel hebe.

Aufgrund eines Fehlers haben die Konstruktionen des DHL-Erpressers bislang aber immer versagt.

Mit Paketbomben versucht ein Unbekannter den Paketzusteller DHL um eine Millionensumme zu erpressen. Was Sie jetzt wissen müssen!


© 1&1 Mail & Media / CF