Der Rücktritt Papst Benedikts XVI. im vergangenen Jahr kam überraschend – und war bis dahin ein Novum. Heute sieht sein Nachfolger darin keine Ausnahme mehr. Benedikt habe "eine Tür geöffnet". Auch Franziskus denkt über einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen nach.

Sollten seine Kräfte einmal nachlassen, würde Papst Franziskus ebenfalls zurücktreten wie sein Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013), berichtet die Katholische Nachrichtenagentur. Dies habe der 77-Jährige am Montag vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug von Seoul nach Rom bekundet.

Er werde "dasselbe machen", sollte er spüren "dass es nicht mehr weiter geht". Sein Vorgänger habe "eine Tür aufgemacht", die "institutionell ist und nicht eine Ausnahme" – auch wenn Theologen damit vielleicht nicht einverstanden seien. Allerdings sei in einem bestimmten Alter nicht mehr so viel Kraft vorhanden, um gut zu regieren - auch wenn der Gesundheitszustand vielleicht gut sei. So deutlich hat sich Franziskus zu einem möglichen Rücktritt bisher nicht geäußert.

Franziskus trat am 13. März 2013 die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. an. Dieser hatte im Februar des Jahres seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen erklärt.

(far)