Zur "Person of the Year 2017" hat das "Time Magazine" die Pionierinnen der #MeToo-Bewegung gekürt. Damit wird der Einfluss all jener Frauen gewürdigt, die in diesem Jahr durch ihre Enthüllungen auf die alltäglichen sexuellen Belästigungen und Übergriffe gegen Frauen aufmerksam gemacht haben.

Alle Hintergründe zum Auslöser der #MeToo-Bewegung

Das US-Magazin "Time" hat die Frauen, die die #MeToo-Bewegung mit Enthüllungen über sexuelle Übergriffe von Männern ins Rollen brachten, zur Person des Jahres 2017 erklärt.

Ashley Judd, Taylor Swift, Susan Fowler

Auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe setzte die Zeitschrift Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler.


Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten. Swift hatte erfolgreich einen Radiomoderator verklagt, der ihr an den Po gegrapscht hatte. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schließlich aus dem Amt trieb.

"Schnellste Veränderung unserer Kultur seit den 60er Jahren"

"Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den 1960er Jahren freigesetzt", teilte Chefredakteur Edward Felsenthal zur Entscheidung der Redaktion am Mittwoch mit.

Seit Anfang Oktober waren Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen namhafte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, darunter Schauspieler Kevin Spacey, Moderator Charlie Rose, Comedian Louis C.K. und Senator Al Franken.

Im Internet hatten Frauen weltweit unter dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet.

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"Time-Magazine" kürt "Person of the Year" - die Kandidaten

Seit 80 Jahren kürt das amerikanische Nachrichtenmagazin "Time" die "Person of the Year". Wir stellen die Kandidaten 2017 für die Auszeichnung vor.

© dpa