München (dpa) - Uli Hoeneß ist nach Angaben eines Polizeibeamten mehrmals erpresst worden. Nachdem der Mann, der die versuchte Erpressung gestanden hat, festgenommen worden war, gingen noch zwei weitere Drohbriefe bei dem Ex-Präsidenten von Fußball-Rekordmeister Bayern München ein.

Das sagte der Polizist am Montag vor dem Landgericht München II. Dabei sei es nicht um Geldforderungen gegangen, sondern um eine "Zahlungsform elektronischer Art". Weitere Angaben machte der Beamte nicht.

Mann gesteht, vom Ex-Bayern-Boss 215.000 Euro gefordert zu haben.

Die Schreiben seien "nach der Presseberichterstattung über die Festnahme" des mutmaßlichen Erpressers eingegangen, der sich jetzt vor Gericht verantworten muss und am Montag ein umfassendes Geständnis ablegte. Außerdem habe Hoeneß' Sohn kurz vor Eingang des Drohbriefes, der den 51 Jahre alten Angeklagten vor Gericht brachte, einen Anruf bekommen, in dem mehrere Zehntausend Euro gefordert und Probleme in der Haft für seinen Vater angedroht wurden. Der Angeklagte betonte, er habe mit diesem Anruf nichts zu tun.