Gut eine Woche nach der Vergewaltigung eines sechs Jahre alten Mädchens in Indien ist das Opfer gestorben.

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Das Kind erlitt am Sonntagabend (Ortszeit) einen Herzstillstand, wie die Krankenhausleiterin Shyama Kanungo am Montag mitteilte. Die Sechsjährige war am 21. April in ihrer Schule im ostindischen Bundesstaat Odisha mit Verletzungen an Kopf und Unterleib sowie Würgespuren am Hals ohnmächtig gefunden worden.

Ein 23-jähriger Tatverdächtiger wurde nach Angaben der Polizei festgenommen. Er soll das Mädchen in die Schule gelockt haben, als es abends in einem Geschäft Kekse kaufen wollte. Dort soll er das Opfer vergewaltigt und zu erdrosseln versucht haben.

Vergewaltigung von Kindern unter Todesstrafe

In den vergangenen Wochen hatte es in Indien Proteste wegen mehrerer aufsehenerregender Sexualmorde an Minderjährigen gegeben. Die Regierung erließ eine Verordnung, die die Vergewaltigung von Mädchen unter zwölf Jahren unter Todesstrafe stellt.

Entsetzen hatte besonders der Fall eines achtjährigen muslimischen Mädchens ausgelöst, das in der Himalaya-Region Jammu entführt, von mehreren Männern tagelang vergewaltigt und schließlich umgebracht worden war. Die Proteste richteten sich auch gegen radikale Hindus, darunter Mitglieder der Regierungspartei BJP, die die Freilassung der mutmaßlichen Täter gefordert hatten.  © dpa

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