Der mysteriöse Tod der kleinen Sherin Mathews erschüttert weiterhin die USA. Nun hat der Adoptiv-Vater der Dreijährigen plötzlich seine Aussage geändert.

Was geschah wirklich in dieser Nacht des 7. Oktober 2017? Der Tod der kleinen Sherin Mathews aus Richardson in Texas wird immer seltsamer.

Die Leiche der Dreijährigen war nach zweiwöchiger Suche vor wenigen Tagen unweit ihres Elternhauses in einer unterirdischen Rohrleitung entdeckt worden. Die Todesursache steht noch nicht fest.

Zunächst hatte der Adoptiv-Vater der Kleinen der Polizei erzählt, er habe sie um drei Uhr nachts allein im Garten gelassen - zur Strafe, weil sie ihre Milch nicht trinken wollte. Als er nach 15 Minuten nach seiner Tochter sehen wollte, sei sie weg gewesen.

Sherin Mathews Vater ändert Aussage

An dieser Version der Geschehnisse hatte es von Anfang an Zweifel gegeben. Zumal Zeugen gesehen haben wollten, dass das Auto der Mathews zwischen vier und fünf Uhr früh nicht in der Einfahrt stand.

Nun hat der Vater seine Aussage plötzlich - und grundlegend - geändert.

In der Nacht vom 7. Oktober habe er demnach versucht, die dreijährige Sherin in der Garage dazu zu bewegen, ihre Milch zu trinken. Sie habe jedoch nicht auf ihn gehört, heißt es im Protokoll der Polizei.

Als sie dann angefangen habe, die Milch doch noch zu trinken, habe er sie dabei "körperlich unterstützt". Sherin zeigte daraufhin Erstickungserscheinungen.

"Sie hustete und ihre Atmung wurde langsamer", wird im Haftbefehl der Polizei beschrieben. "Schließlich fühlte Wesley Mathews keinen Puls mehr und glaubte, sie sei gestorben".

Der Vater gab zudem zu, die Leiche des Kindes aus dem Haus geschafft zu haben.

Vater von der Polizei festgenommen

Wesley Mathews wurde nach dieser Aussage festgenommen und seine Kaution auf eine Million Dollar festgesetzt. Die Anklage lautet "Verletzung eines Kindes".

Die Polizei hatte ihn ursprünglich bereits kurz nach dem Verschwinden seiner Adoptivtochter wegen Kindeswohlgefährdung verhaftet. Nach einer Zahlung von 250.000 Dollar war Mathews jedoch wieder auf Kaution frei gekommen.

Die Mathews hatten Sherin erst vor zwei Jahren aus einem Waisenhaus in Indien adoptiert. Sie habe nach Aussage des Vaters an einer Entwicklungsstörung gelitten und sei unterernährt gewesen.

Daher hätten er und seine Frau laut "bbc.com" einen Essensplan entwickelt, nach dem das Mädchen auch mitten in der Nacht gefüttert werden sollte, um eine Gewichtszunahme zu erreichen.

Ob die neue Aussage des Vaters nun der Wahrheit näher kommt, werden die Gerichtsmediziner feststellen. Sie ermitteln momentan noch die Todesursache des kleinen Mädchens. (ska)