Ein traumhaftes Wochenende ist vorbei. Mit dem Arbeitsalltag kommt auch kühlere Luft nach Deutschland. Das birgt Risiken. Bereits am Sonntagabend war es bei heftigen Gewittern vor allem im Westen Deutschlands schwere Unglücke gegeben.

Mit der ganz großen Hitze in Deutschland ist es erst einmal vorbei: Kräftige Schauer und Gewitter haben im Süden und äußersten Westen Deutschlands einen Temperatursturz von etwa zehn Grad eingeläutet. Nur noch maximal 20 bis 27 Grad warm werde es am Montag südlich von Mosel und Main, sagte Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Bereits am Sonntagnachmittag entlud sich die Wochenendhitze im äußersten Westen Deutschlands in stellenweise heftigen Gewittern. Betroffen war vor allem der Kreis Heinsberg nördlich von Aachen. Die Feuerwehr dort berichtete über 40 Einsätze binnen 45 Minuten. Dabei ging es meist um Bäume, die von Sturmböen umgerissen worden waren und auf Häuser und Straßen stürzten. Auch ein Gerüst wurde von einem Haus abgerissen. Die Polizei erhielt pausenlos Notrufe.

Im Kreis Unna verunglückten zudem zwei junge Männer bei Starkregen mit ihrem Auto tödlich. Nahe Recklinghausen fuhr ein Motorradfahrer gegen einen Baum und wurde schwer verletzt.

Auch Hitze sorgt für Unglücke

Über das gesamte Wochenende hatten die hochsommerlichen Temperaturen die Menschen an Badeseen, in Eisdielen und Freibäder gelockt. Es gab aber auch eine Kehrseite der heißen Tage. Autofahrer standen vielfach in sengender Hitze in Staus fest, die sich wie auf der A3 in Hessen bis zu 30 Kilometer lang zogen. Am Samstagabend kam ein 37-jähriger Mann im Naturbadesee Kleinhügelsee bei Bielefeld ums Leben. Laut Polizei starb er noch am See, die Ursache ist bislang nicht bekannt. In einem überhitzten Reisebus auf der A3 bei Leverkusen hatten am Samstag mehrere Jugendliche einen Kreislaufkollaps erlitten, weil die Klimaanlage ausgefallen war. Auch die Bahn meldete, dass in einigen Waggons ihrer Züge die Klimaanlagen aufgegeben hätten.

Auch am Dienstag wird sich an der Lage nichts ändern: Der Süden bleibe regnerisch und gewittrig. Lokal könnten innerhalb von 48 Stunden bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Im Norden bleibe es freundlich und sommerlich bis zu 30 Grad.

(ska/dpa)