Nach Informationen des "Spiegel" ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen den Chef des Sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg. Auch andere Manager des Konzerns sind unter den Beschuldigten.

Demnach geht es um den Verdacht auf Beihilfe zur Volksverhetzung. Das Verfahren sei nach Informationen des "Spiegel" gegen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, die Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, Europa-Cheflobbyist Richard Allan und dessen Kollegin Eva-Maria Kirschsieper eingeleitet worden.

Zu Einzelheiten würden keine Angaben gemacht, sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag.

Schwere Vorwürfe gegen Manager

Vorangegangen war die Strafanzeige eines deutschen Anwalts im vergangenen Jahr, in der den Managern vorgeworfen worden war, Mordaufrufe, Gewaltandrohungen, Holocaustleugnung und ähnliche Delikte auf Facebook zu dulden. Demnach wurden Hass-Botschaften auch nach Hinweisen zunächst nicht gelöscht.

Bundesjustizminister Heiko Maas hatte Facebook und anderen sozialen Netzwerken eine Frist bis März 2017 gesetzt, um seinen Vorgehen gegen Hass-Botschaften zu verbessern.

(she/reuters)

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