Der tragische Fall der dreijährigen Sherin Mathews bewegt seit Wochen die USA. Das kleine Mädchen war Anfang Oktober verschwunden, nachdem sein Vater es zur Strafe in der Nacht im Garten gelassen hatte. Nun hat die Polizei eine Kinderleiche gefunden.

Der Fall erschüttert seit Wochen die USA: In Texas hat ein Adoptivvater seine dreijährige Tochter Sherin Mathews um drei Uhr nachts allein im Garten gelassen.

Zur Strafe nachts im Garten

Weil sie ihre Milch nicht trinken wollte, sollte sie zur Strafe neben einem Baum stehenbleiben. Als er nach 15 Minuten nach dem Kind sehen wollte, war sie weg.

Der Vater ging daraufhin wieder ins Haus, um darauf zu warten, dass es draußen heller werden oder die Kleine von selbst zurückkommen würde. Die Mutter schlief.

Nachdem sein Kind fünf Stunden später immer noch verschwunden war, benachrichtigte er die Polizei von Richardson, erklärte der Vater selbst. Das war am 7. Oktober 2017.


Wie "CNN" meldet, wurde der Vater zwischenzeitlich verhaftet. Die Anklage lautet Kindeswohlgefährdung und Vernachlässigung eines Kindes. Nachdem eine Kaution hinterlegt wurde, ist er derzeit wieder auf freiem Fuß, muss allerdings eine Fußfessel tragen.

Laut eigener Aussage war er sich bewusst darüber, dass in der Gegend rund um sein Haus vermehrt Kojoten gesichtet worden waren.

Er und seine Frau hatten Sherin nach übereinstimmenden Medienberichten vor etwa zwei Jahren aus einem indischen Waisenhaus adoptiert. Sie sei damals unterernährt gewesen und habe seither Entwicklungsprobleme gehabt, heißt es im Suchaufruf der Polizei.

Polizei findet Leiche eines Kindes

Am Sonntag gegen 23 Uhr Ortszeit hat die Polizei nun die Leiche eines Kindes gefunden.

Wie ein Sprecher der örtlichen Polizei mitteilte, handle es sich dabei "höchstwahrscheinlich" um die vermisste Sherin Mathews. Eine finale Identifikation stehe jedoch noch aus. Die Eltern wurden über den Fund informiert.

Ein Gerichtsmediziner muss nun die Todesursache und die Identität des Kindes feststellen. Spezialkräfte des FBI untersuchen derweil den Fundort nach möglichen Beweisstücken.

Der Leichnam wurde in einem Wasserdurchlass unweit des Elternhauses des Kindes mit Hilfe von Spürhunden entdeckt.

Damit findet die zweiwöchige Suche nach Sherin Mathews, bei der die Polizei laut "Dallas News" neben Hunden auch Drohnen und Hubschrauber einsetzte, ein tragisches Ende.

Ermittlungen noch lange nicht vorbei

Die Ermittlungen sind damit jedoch noch lange nicht vorbei. Schon während der vergangenen zwei Wochen hatte die Polizei das Haus der Mathews durchsucht und dabei mehrere potenzielle Beweismittel sichergestellt - darunter eine Waschmaschine und einen Trockner.

Augenzeugen wollen zudem gesehen haben, dass das Auto der Familie in der Nacht des Verschwindens der Dreijährigen zwischen vier und fünf Uhr bewegt wurde.

Noch sind in diesem tragischen Fall also viele Fragen offen.

Sherins vierjährige Schwester wurde bereits zwei Tage nach der Vorfällen vom Jugendamt in eine Pflegefamilie gebracht. (ska)