"Time-Magazine" kürt "Person of the Year" - die Kandidaten

Seit 80 Jahren kürt das amerikanische Nachrichtenmagazin "Time" die "Person of the Year". Wir stellen die Kandidaten 2017 für die Auszeichnung vor.

Mit einem Kniefall zur Nationalhymne polarisiert Colin Kaepernick die USA. Der Football-Spieler demonstriert so gegen die ungerechte Behandlung von Schwarzen im Land. Kaepernicks Protest stößt auf viel Zuspruch, aber auch auf scharfe Kritik und löst eine landesweite Debatte aus.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Al Saud ist der neue starke Mann Saudi-Arabiens. Er tritt als Modernisierer auf, gewährt Frauen mehr Rechte, setzt aber auch auf eine machtpolitische Konfrontation des Königreichs mit dem Erzrivalen Iran.
Auf dem Parteitag hebt die Kommunistische Partei Chinas Xi Jinping auf eine Stufe mit Mao Tse-tung. Ende Oktober nehmen sie die Lehren des Staatspräsidenten der Volksrepublik in die Parteiverfassung auf. Damit ist Xi Jinping der mächtigste Politiker des Landes seit Jahrzehnten.
Die #Metoo-Bewegung ist als Gruppe nominiert. Nach den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein formiert sich die Bewegung gegen sexuelle Übergriffe aller Art und entwickelt rasch globale Dimensionen.
Das "Time Magazine" kürt Donald Trump 2016 zur "Person of the Year", ein Jahr nach Angela Merkel. Auch dieses Jahr ist der US-Präsident ein polarisierender Mittelpunkt vieler Schlagzeilen und somit auf der Liste der zehn Finalisten vertreten.
Das "Dreamer-Programm" gewährt Kindern illegaler Einwanderer in den USA Schutz. Die Trump-Regierung will dieses Programm nun beenden, was zu Protesten führt. Die "Dreamers" genannten Kinder könnten als "Person of the Year" 2017 in die Geschichte eingehen.
Im Oktober löst Jeff Bezos Bill Gates als reichsten Mann der Erde ab. Der Chef des führenden Online-Versandhändlers Amazon soll, laut Berechnung des Finanzdienstes Bloomberg, über ein Vermögen von 100 Milliarden Dollar verfügen.
Regisseurin Patty Jenkins spielt in Hollywood ganz oben mit. Mit "Wonder Woman" gelingt der 46-Jährigen einer der Box-Office-Hits des Jahres. Die Comicverfilmung ist der erste Film mit einem Budget von über 100 Millonen Dollar, bei dem eine Frau Regie führt.
Die Nominierung Robert Muellers neben Donald Trump ist eine interessante Wahl. Immerhin arbeitet der ehemalige FBI-Chef als Sonderermittler in der Russlandaffäre und somit an der Aufklärung potentieller Verwicklungen von US-Präsident Donald Trump mit Russland.
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