Im Fall des zehn Jahre zurückliegenden gewaltsamen Todes einer 77-Jährigen in Wegeleben (Landkreis Harz) hat die Polizei bisher 659 freiwillige Speichelproben erhalten.

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Das teilte die Polizei in Magdeburg auf Anfrage mit. Die Ermittlungen waren im Frühjahr 2022 wieder aufgenommen worden. Am Tatort waren im April 2012 DNA-Spuren gesichert worden, die aber bislang keinem Menschen zugeordnet werden konnten. Ihnen soll nun aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Halberstadt mit zeitgemäßen Ermittlungsmethoden und -technik erneut nachgegangen werden.

Trotz intensiver und umfangreicher Ermittlungen konnte das Tötungsverbrechen bis heute nicht aufgeklärt werden. Wie der aktuelle Ermittlungsstand sei, wollten die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben. Sie hatten alle Männer im Alter von 25 bis 95 Jahren, die zur Tatzeit in Wegeleben gewohnt haben, gebeten, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben. Die Betroffenen wurden von der Polizeiinspektion Magdeburg angeschrieben.

Eine Nachbarin hatte die 77 Jahre alte Frau am 22. April 2012 in deren Wohnung gefunden. Sie alarmierte den Notarzt, der aber nur noch den Tod der Rentnerin feststellen konnte. Eine Obduktion ergab, dass die Frau durch massive Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper starb.  © dpa

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