• Ein Toter, neun Schwerverletzte: Bei einem schweren Unfall auf der B28 am Dienstag war laut Polizei ein autonomes Fahrzeug beteiligt. Dem widerspricht Autohersteller BMW.
  • Was bisher bekannt ist.

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Bei einem schweren Unfall auf der B28 ist ein Mensch gestorben, neun weitere wurden schwer verletzt. Die Polizei hatte zunächst angegeben, dass ein autonomes Fahrzeug in den Unfall verwickelt war - nun widerspricht der Hersteller des Unfallwagens.

Was genau geschehen war:

Zu dem Unfall kam es am Montag auf der Bundesstraße 28. Der Fahrer des Testwagens war laut Polizei mit vier weiteren Menschen an Bord bei Römerstein im Kreis Reutlingen unterwegs. In einer Kurve kam das Auto demnach auf die Gegenfahrbahn und streifte ein Auto. Dieser Wagen prallte dann frontal gegen weiteres Auto. Auch dieses Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab - und geriet sofort in Brand. Der Testwagen stieß noch mit einem weiteren Auto zusammen. Der 33 Jahre alte Beifahrer dieses Wagens erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Vier Rettungshubschrauber und zehn Rettungswagen im Einsatz

In dem Testwagen des 43-Jährigen befanden sich laut Polizei noch zwei Männer im Alter von 31 und 47 Jahren, sowie eine 42-Jährige und ein eineinhalb Jahre altes Kind. Sie wurden ebenso wie die anderen Fahrer und zwei jeweils 33 Jahre alte Beifahrer in zwei der anderen beteiligten Fahrzeuge schwer verletzt. Sie wurden in Kliniken gebracht. Die Verkehrspolizei Tübingen hat zusammen mit einem Sachverständigen Ermittlungen aufgenommen.

Der Rettungsdienst war unter anderen mit vier Rettungshubschraubern und zehn Rettungswagen vor Ort. Zudem rückten 80 Feuerwehrleute mit 15 Einsatzfahrzeugen aus. Die Bundesstraße 28 war infolge des Unfalls für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Polizei schätzte den Schaden an den beteiligten Fahrzeugen auf rund 180.000 Euro. Außerdem hatte die Polizei in einer Mitteilung das in den Unfall verwickelte Fahrzeug als ein autonomes Testfahrzeug bezeichnet.

BMW: Autonomes Fahren in Unfallwagen nicht möglich

BMW hat dem nun öffentlich widersprochen. Es handle sich bei dem Unfallwagen nicht um ein Auto, das autonom fahren könne. In einer Erklärung von Dienstag heißt es seitens des Autoherstellers, das Auto habe nur über Fahrerassistenzsysteme der Stufe 2 verfügt. Diese sind bereits in Serienfahrzeugen verbaut und unterstützen Fahrerin oder Fahrer auf Wunsch, darunter fallen etwa Stauassistenten oder automatische Abstandhalter. Autonomes Fahren sei hingegen mit diesem Auto nicht möglich gewesen. "Bei Level-2-Fahrzeugen bleibt die Fahrerin oder der Fahrer grundsätzlich immer in der Verantwortung", heißt es in der Erklärung, die der Redaktion vorliegt.

BMW teilte der Deutschen Presseagentur (dpa) weiter mit: "Derzeit sind wir dabei, die genauen Umstände zu untersuchen. Selbstverständlich stehen wir dazu im engen Austausch mit den Behörden. Fest steht bereits: Das beteiligte BMW Fahrzeug war kein autonom fahrendes Fahrzeug." Ein Sprecher der Polizei konnte dies auf Anfrage am frühen Nachmittag nicht kommentieren.

Ein Sprecher der Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass nicht klar sei, ob der Fahrer des BMW sein Fahrzeug gelenkt hatte oder nicht. Das sei Gegenstand der Ermittlungen. Auch die Unfallursache sei derzeit unklar. (dpa/tar/mgb)  © dpa

Schwerer Unfall auf B28 - Autonomes Auto beteiligt
Rettungskräfte stehen an zerstörten Fahrzeugen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B28 bei Römerstein (Landkreis Reutlingen) ist nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Bei dem schweren Unfall mit einem Toten und neun Schwerverletzten auf der B28 ist ein autonomes Testfahrzeug beteiligt gewesen. Ob das Fahrzeug von dem 43 Jahre alten Fahrer gelenkt wurde oder nicht, sei Gegenstand der Ermittlungen und derzeit nicht bekannt, teilte ein Sprecher der Polizei am Dienstag mit.
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