TomTom Traffic Index: In diesen zehn Städten stehen Sie am längsten im Stau

Berufspendler in Deutschlands Metropolen müssen immer mehr Zeit einrechnen, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind. Die Verkehrsbelastung steigt, wie der Kartierungsspezialist TomTom analysiert hat - hier gibt's die Stau-Top-Ten der deutschen Großstädte.

Wir präsentieren die Top-Ten-Liste der Städte in Deutschland, in denen Autofahrer die meiste Zeit durch Verkehrsbehinderungen verlieren. Die von TomTom berechnete Prozentzahl zeigt, wie viel länger eine Fahrt als Folge des Staus dauert.
Die zusätzliche Reisezeit wird mit Hilfe einer Prozentzahl angegeben, dem Stau-Niveau. Den Vergleichswert bildet der Wert zum freien Verkehrsfluss, die gemessene Reisezeit ohne Verkehrsbehinderung. Zur Veranschaulichung: Ein Stau-Niveau von 36 Prozent bedeutet, dass eine Fahrt durchschnittlich um 36 Prozent länger dauert, als sie ohne Verkehrsbehinderung dauern würde.
Wenn zum Beispiel das Stau-Niveau morgens im Durchschnitt bei 54 Prozent und abends bei 61 Prozent liegt, bedeuten diese Zahlen, dass Autofahrer für eine Fahrt, die ohne Verkehrsbehinderungen 30 Minuten dauert, morgens 46 Minuten und abends 48 Minuten benötigten.
Auffällig bei der Betrachtung der Verkehrsmuster seien die ausgeprägten Stauspitzen am Morgen und am Abend, die ein erkennbares Pendlerverhalten belegen, erläuterte TomTom. "Viele Pendler wählen trotz zahlreicher alternativer Verkehrsangebote weiterhin das Auto, um in die Arbeit zu gelangen." Die Notwendigkeit einer Verkehrswende sei in der Gesellschaft zwar bewusst, jedoch fehle nach wie vor die notwendige Konsequenz, diese auch umzusetzen.
Auf Platz 10 des Traffic Indexes liegt Frankfurt am Main mit einem Tagesdurchschnitt des Stau-Niveaus von 27 Prozent. Das morgendliche Stau-Niveau liegt bei 54 Prozent, abends bei 51 Prozent.
Auf Platz 9 liegt die Hansestadt Bremen. Während morgens das Stau-Niveau "nur" bei 36 Prozent liegt, steigt es abends auf 55 Prozent. Im Tagesdurchschnitt sind es 27 Prozent.
Kassel liegt mit einem Tagesdurchschnitt von 28 Prozent auf der 8. Stelle des Rankings. Morgens herrscht ein Stau-Niveau von 41 Prozent, abends bei 57 Prozent.
Bonn liegt mit einem Tagesdurchschnitt von 29 Prozent auf Platz 7. In der ehemaligen Hauptstadt ist der abendliche Verkehr besonders dicht, dort beträgt das Stau-Niveau 61 Prozent. Morgens liegt es bei 52 Prozent.
Rang 6 geht an Stuttgart. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt beträgt das morgendliche Stau-Niveau 48 Prozent, abends sogar bei 58 Prozent. Im Tagesdurchschnitt sind es 30 Prozent.
Mit einem tagesdurchschnittlichen Stau-Niveau von 30 Prozent liegt Nürnberg auf Platz 5. In der Frankenmetropole dauern Fahrten am Morgen 47 Prozent länger, abends 56 Prozent.
In München müssen Autofahrer im Tagesdurchschnitt 30 Prozent längere Fahrten als ohne Stau einplanen. Morgens beträgt das Stau-Niveau 54 Prozent, abends 60 Prozent.
Wiesbaden hat einen satten Zuwachs von 8 Prozent im Vergleich zu 2018 zu verzeichnen - und belegt damit den 3. Platz im Stau-Index. Durchschnittlich dauern Fahrten in der hessischen Landeshauptstadt 32 Prozent länger, morgens liegt das Stau-Niveau bei 50 Prozent, abends bei 61 Prozent.
Die Vize-Meisterschaft im Stau-Ranking geht an Berlin. In der Hauptstadt dauern Fahrten wegen Staus im Schnitt 32 Prozent länger. morgens liegt das Niveau bei 49 Prozent, abends bei 59 Prozent.
Hamburg verteidigt den Titel als deutsche Stau-Hauptstadt. Der Tagesdurchschnitt liegt bei 34 Prozent längeren Fahrten, morgens beträgt das Stau-Niveau in der Elbmetropole 54 Prozent, abends steigert es sich auf 61 Prozent. Im internationalen Vergleich liegt Hamburg aber weit hinten.
Für Bangalore in Indien berechnete TomTom einen Wert von 98 Prozent für die morgendliche Rush Hour, abends war dort der Wert mit 115 Prozent noch schlechter. Auf dem europäischen Kontinent ist die Verkehrsbelastung in Moskau (59 Prozent) am schlimmsten, gefolgt von Istanbul, Kiew und Bukarest.