Unwetter: So verhalten Sie sich richtig

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Nach der Hitze ist vor dem Gewitter: Unwetter bringen im Sommer neben Blitz und Donner oft auch Sturmböen und Hagel mit sich. Dann ist es wichtig, zu wissen, wie man sich richtig verhält (mit Material der AFP).

FLUSSBETTEN - Vermeintlich ausgetrocknete Bach- und Flussläufe sollten keinesfalls betreten werden. Denn bei Starkregen könnten sie sich schnell mit Wasser füllen - es besteht Lebensgefahr.
DIE 30-30-REGEL - Vergehen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, ist das Gewitter noch rund zehn Kilometer entfernt, also sehr nah. Dann ist es dem Versicherer R+V zufolge ratsam, Schutz zu suchen. Erst 30 Minuten nach dem letzten Blitz und Donner ist die Gefahr gebannt.
UNTERSCHLUPF IN GEBÄUDEN ODER AUTOS - Als bester Schutz bei einem Unwetter gelten ein festes Gebäude oder alternativ ein geschlossenes Auto. In Gebäuden ohne Blitzschutz für Strom- und Versorgungsleitungen sollten bei Gewitter die Stecker der Elektrogeräte gezogen werden.
GEBÄUDE IM VORFELD SCHÜTZEN - Keller und andere tief liegende Bereiche sollten bei Überflutungsgefahr rechtzeitig vor eindringendem Wasser geschützt werden. Zudem sollten Gullys und Abflussrinnen frei von Laub und anderem Schmutz sein.
SCHUTZSUCHE IN FREIEM GELÄNDE - In der freien Natur sollten Spaziergänger oder Radfahrer in Senken, Hohlwegen, unter Felsvorsprüngen oder Stahlbetonbrücken in die Hocke gehen, die Beine umklammern und den Kopf senken. Der Abstand zu anderen Menschen oder Fahrrädern sollte mindestens einen Meter betragen. Auch Gegenstände aus Metall wie Werkzeuge oder Sportgeräte sollten möglichst weit entfernt sein.
FAHRWEISE ANPASSEN UND NOTFALLS ANHALTEN - Starkregen kann die Sicht auf der Straße stark beeinträchtigen. Autofahrer sollten ihre Fahrweise daher anpassen. Bei Sturm und Hagel empfiehlt es sich, auf einem Parkplatz oder am Straßenrand in einem baumfreien Abschnitt anzuhalten und abzuwarten.
NOTRUF NUR IM NOTFALL - Unfälle und Brände sind sofort unter der Notrufnummer 112 zu melden. Schäden hingegen, von denen keine akute Gefahr ausgeht, sollten erst nach Ende des Unwetters gemeldet werden, damit die Notrufleitungen während des Gewitters für Notfälle frei bleiben.
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