Venedig Hochwasser: Die "Katastrophe" in Bildern

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Heftige Regenfälle haben in Venedig zu schweren Überschwemmungen geführt. In der Nacht zum Mittwoch stieg das Hochwasser auf den höchsten Wert seit mehr als 50 Jahren. Bürgermeister Luigi Brugnaro sprach von einer "Katastrophe". (mit Material der dpa)

Venedig ist von einem Rekord-Hochwasser heimgesucht worden.
Der Markusplatz in der Unesco-Welterbestadt ist vollkommen überflutet. Touristen und Einheimische waten in Gummistiefeln über den Platz.
Auch in den Markusdom drang das Wasser ein. Es habe unter anderem Schäden am Mauerwerk angerichtet, berichteten italienische Medien. Die gesamte Krypta habe unter Wasser gestanden.
Gondeln und Boote wurden aus ihren Vertäuungen gerissen und trieben durch die Kanäle.
Bürgermeister Luigi Brugnaro sprach von einer "Katastrophe" und mobilisierte am späten Dienstagabend alle Einsatzkräfte. Mindestens zwei Menschen sollen bei der Überflutungen ums Leben gekommen sein.
Er machte den Klimawandel für die immer häufiger werdenden Überschwemmungen verantwortlich. "Wir rufen die Regierung auf, uns zu helfen, die Kosten werden hoch sein."
Bis kurz vor Mitternacht stieg das Wasser - angetrieben durch starken Wind - auf 187 cm über dem Meeresspiegel. Das sei der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, teilte die Kommune mit. Hier sehen Sie den überfluteten Eingangsbereich zum Markusdom.
Die Küstenwache schickte spezielle Boote in die überfluteten Straßen, die als schwimmende Krankentransporte fungieren sollten.
Der Pegel sank im Laufe der Nacht wieder, wie Brugnaro am frühen Mittwochmorgen twitterte.
Nach der Angst komme nun die Schadensauflistung. Schließlich hinterlasse eine derartige Flut "unauslöschliche Spuren".
Wegen der außergewöhnlich hohen Wasserstände wurden in der Lagunenstadt Kindertagesstätten und Grundschulen geschlossen.
Venedig wird wegen seiner Lage in der Lagune immer wieder von Hochwasser heimgesucht, die Lage verschärft sich aber zunehmend.