Seit April gelten zwei Mädchen aus Wien als vermisst. Interpol fahndet seither nach den beiden, die - so wird vermutet - nach Syrien in den Dschihad zogen. Nun berichten Medien, dass zumindest ein Mädchen ihren Kampf für ISIS mit dem Leben bezahlt habe.

Von Samra K. (17) und Sabina S. (16) aus Wien fehlt seit dem 10. April 2014 jede Spur. Die beiden Mädchen waren auf dem Weg in die Türkei - dort verliert sich ihr Weg. Ein Abschiedsbrief ließ darauf schließen, dass Samra und Sabina vorhatten, nach Syrien zu ziehen und dort für den "Islamischen Staat" (IS) zu kämpfen: "Wir sehen uns im Paradies", sollen sie ihren Eltern als Nachricht hinterlassen haben. Interpol fahndete nach den beiden - vergeblich.

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Nun tauchten neue Gerüchte auf. Wie "Krone" und "Österreich" berichten, soll Samra K. zu Tode geprügelt worden sein, als sie versuchte zu fliehen. Die "Krone" beruft sich dabei auf eine Tunesierin, die ebenfalls 2014 in den Dschihad zog und mit den beiden Mädchen gemeinsam in der IS-Hochburg Raqqa gelebt haben soll.

Außen- und Innenministerium wollten die Meldung nicht bestätigen.

Beunruhigende Posts in sozialem Netzwerk

In einem sozialen Netzwerk waren seit dem Verschwinden der beiden alarmierende Posts in ihrem Namen aufgetaucht: "Wir fürchten nicht den Tod, der Tod ist unser Ziel". Ein Onkel zweifelte laut "Kurier.at" allerdings daran, dass die Nachrichten wirklich von den verschwundenen Teenagern stammen: "Das sind nicht die Mädchen. Das schreibt jemand anderes."

Samra K. und Sabina S. sind in Österreich geboren, ihre Familien stammen aus Bosnien. (ncs/af)