Vier Fluggäste wollen von der Airline eine Entschädigung wegen einer mehrstündigen Verspätung. Die wurde angeblich von einer Vogelspinne an Bord verursacht. Ob die Fluglinie zahlen muss oder das außergewöhnliche Umstände sind, wird nun ein Gericht entscheiden.

Für die Verspätung wegen einer Vogelspinne im Flugzeug will eine französische Airline ihren Passagieren keine Entschädigung zahlen.

Vier Fluggäste wollen deshalb im April vor dem Amtsgericht Hannover jeweils 600 Euro einklagen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Die Passagiere flogen im Februar vergangenen Jahres aus der kubanischen Hauptstadt Havanna über Paris nach Hannover und kamen dort fast fünf Stunden verspätet an.

Vogelspinne an Bord sorgt für Verspätung

Die Fluggesellschaft schiebt die Verspätung auf eine Vogelspinne, die in Havanna in der Businessklasse entdeckt wurde.

Weil die Maschine den Vorschriften entsprechend desinfiziert und mit dem Gift Zyankali besprüht worden sei, habe man ein Ersatzflugzeug beschaffen müssen.

Dies seien außergewöhnliche Umstände gewesen, gibt das Gericht die Auffassung der Airline wieder.

In solchen Fällen haben betroffene Passagiere gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung keinen Anspruch auf Entschädigung .

Die Kläger bestreiten aber, dass die Vogelspinne der Grund für den Austausch war, sondern ein technischer Defekt. Dann wiederum hätten sie Aussicht auf eine Entschädigung. Der Prozess ist für den 20. April angesetzt.  © dpa