• Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Dresden entdeckt worden, mitten in einem Wohngebiet.
  • Rund 3.300 Menschen mussten ihre Wohnung verlassen.
  • Mittlerweile ist die Bombe mit scharfem Zünder entschärft.

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Eine Bombe mit scharfem Zünder aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstag in Dresden entschärft worden. "Nach mehr als zweistündiger Arbeit hatte sich der Sprengmeister entschlossen, den Zünder zu entfernen", sagte Polizeisprecher Marko Laske am Donnerstagnachmittag. Der Zünder wurde dann gesprengt.

Rund um den Fundort des Blindgängers in einem Wohngebiet im Stadtteil Friedrichstadt, nahe eines großen Krankenhauses, hatten am Morgen rund 3300 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Das Klinikum Friedrichstadt musste während der Bombenentschärfung aber nicht geräumt werden. Patienten wurden in sichere Gebäudeteile verlegt.

Großeinsatz der Polizei

Der Sprengkörper US-amerikanischer Bauart war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden. "Da der Zünder stark deformiert ist, handelt es sich nicht um einen alltäglichen Einsatz", sagte der Polizeisprecher. Die Kampfmittelexperten hätten den Zünder mit einer speziellen Maschine entfernen müssen.

25 Anwohner haben einige Stunden in einer Notunterkunft in der Messehalle verbracht. Nachdem Polizeibeamte von Tür zu Tür gegangen waren und so sicherstellten, dass alle Menschen in dem Sperrkreis ihre Wohnungen verlassen hatten, war ein Hubschrauber über das Gebiet geflogen. Gegen Mittag konnten dann die Experten mit der eigentlichen Entschärfung beginnen. Neben der Feuerwehr und Rettungsdiensten waren rund 270 Polizisten im Einsatz.

Bewohner können in Häuser zurück

Die 250 Kilogramm schwere Bombe sollte zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht werden. Nach der Entschärfung wurden die Straßensperrungen aufgehoben und die Bewohner konnten wieder zurückkehren.

Der Stadtteil Friedrichstadt befindet sich unweit des Stadtzentrums. Dresden war im Zweiten Weltkrieg Ziel heftiger Bombardements, große Teile der historischen Altstadt wurden dabei zerstört. (sbi/dpa)