Gewitter, Starkregen und Überflutungen: In Deutschland toben heftige Unwetter. Und noch ist die Gefahrenlage nicht vorbei: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor neuen extremen Gewittern.

In vielen Regionen Nordrhein-Westfalens und Baden-Württembergs sind die Notdienste seit Montag im Dauereinsatz. Innerhalb weniger Minuten standen in den betroffenen Städten und Gemeinden Häuser und Straßen unter Wasser, es herrscht teilweise noch immer Verkehrschaos. Blitzschläge setzten Häuser in Brand. Überflutete Keller und umstürzende Bäume wurden zur tödlichen Gefahr. Durch die Unwetter vom späten Montagabend forderten mindestens zwei Menschenleben.

Neue Unwetter beginnen heute Mittag

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Blitzmythen im Faktencheck

Blitze können durch ihren Einschlag erhebliche Schäden verursachen. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man sich vor Blitzeinschlägen schützt und welche Ratschläge Sie besser nicht befolgen.

"Die ersten Auswertungen von amtlichen und privaten Wetterstationen sowie von Regenradarbildern deuten darauf hin, dass in der Stadt Münster stellenweise bis zu 240 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen sind und das binnen sechs bis acht Stunden", sagt Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. "Das ist die vier- bis fünffache Regenmenge eines gesamten Julis. Große Teile der Stadt waren beziehungsweise sind immer noch überflutet."

Doch noch ist die Unwetterlage nicht vorbei, denn das Tief Quintia hängt weiterhin über Deutschland fest und bildet mit der warmen Luft aus dem Osten ein explosives Gemisch.

Wetterdienst warnt vor Starkregen und Sturm

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Unwettern mit heftigem bis extremem Starkregen, Sturmböen und größerem Hagel am Nachmittag, die lokal aber auch schon früher auftreten können. Vor allem ein breiter Streifen von Nordbaden, der Saar, der Eifel und dem Niederrhein bis an die Neiße und zum Oderbruch, sowie zum Erzgebirge und nach Niederbayern sei hiervon betroffen.

"In der Nacht zu Mittwoch lassen die Gewitter nur langsam nach, so dass bis in die zweite Nachthälfte mit teils heftigen Entwicklungen gerechnet werden muss", schreibt der DWD auf seiner Internetseite. Dann rücken die Gewitter im Osten auch bis nach Mecklenburg-Vorpommern vor.

Ruhiger wird es laut Meteorologe Dominik Jung wohl erst am Donnerstag und Freitag. In ganz Deutschland soll es dann freundlicher und vor allem heiß werden: Die Höchstwerte steigen dann auf bis zu 33 Grad. Allerdings drohen schon am Wochenende wieder neue Gewitter und starke Schauer. (com)

Mit Material der dpa