Dauerregen, Unwetter und Frost - der Blick aus dem Fenster bringt derzeit wenig gute Laune. In ganz Deutschland müssen die Menschen in den nächsten Tagen weiter bibbern. In Hochlagen kann es sogar schneien.

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Glutroter Sonnenball

Nicht nur von der Erde aus beeindruckt der glühende Stern: Diese Weltraum-Bilder zeigen die Sonne von ihrer faszinierenden Seite.

Der Wonnemonat Mai zeigt sein graues Gesicht. Von warmem Biergartenwetter kann man jetzt nur träumen. Stattdessen hängen dicke Wolken am Himmel. Im Norden herrscht Dauerregen, der nur allmählich nachlässt. Im Osten und Südosten gibt es Gewitter und an den Küsten können sogar Sturmböen wehen. Doch es kommt noch schlimmer.

Einstellige Temperaturen und Frost

Ein Tiefdruckgebiet zwischen der Ostsee und Spitzbergen bringt kalte Polarluft nach Deutschland. Die Temperaturen fallen deswegen noch weiter. "Die Höchsttemperaturen liegen im Westen und Süden Deutschlands nur noch im einstelligen Bereich zwischen 5 und 9 Grad. Sollte nachts der Himmel einmal aufklaren, dann muss gebietsweise sogar mit Frost gerechnet werden", erklärt Diplom-Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst.

Am Donnerstag fallen vor allem im Westen weiter Regen- und Graupelschauer, und vereinzelt gibt es Gewitter. Nur östlich der Elbe bleibt es meist trocken und die Sonne lässt sich auch mal blicken. Dann kann es dort bis zu 15 Grad warm werden. Andernorts liegen die Höchstwerte zwischen 8 bis 13 Grad. Die Regenfälle können oberhalb von 500 Metern und vor allem in den Hochlagen der Mittelgebirge sogar in Schnee übergehen. Ähnliches Wetter gilt auch die kommenden Tage.

Mairegen bringt Segen

Kleiner Trost: Nach einer alten Bauernregel bringt Mairegen Segen. Denn Frost, Unwetter und Niederschlag vor Anfang des Sommers versprechen eine gute Ernte und vernichten Schädlinge.

Besseres Wetter ist vorerst leider auch nicht in Sicht. "Die einzige positive Nachricht, die sich vermelden lässt, ist die, dass zum Wochenbeginn der Regen wieder deutlich wärmer wird", verkündet Wetterexperte Malewski.

Ist der kalte Mai ein Vorgeschmack auf den Sommer? Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net wagt eine Langzeit-Prognose. Demnach können Juni, Juli und August im Norden und Osten Deutschlands trockener ausfallen als gewöhnlich, die Menschen im Süden müssten dagegen mit mehr Niederschlägen rechnen. Der Deutsche Wetterdienst sieht von solchen Berechnungen, die auf einem amerikanischen Langfristmodell beruhen, jedoch ab. (com)