Ärger für Amazon: In der Vorbereitung auf Hurrikan "Irma" bieten Drittanbieter über den Online-Versand Wasser zu Wucherpreisen an. Die Menschen sind entsetzt.

Hurrikan "Irma" ist auf Land getroffen und richtet in der Karibik schwere Schäden an. Auch erste Todesopfer sind bereits zu beklagen.

Voraussichtlich am Samstag wird der Wirbelsturm der höchsten Stufe fünf auch auf die USA treffen.

"Irma" verwüstet Saint-Martin und Barbuda - und das ist erst der Anfang.


In Florida, Georgia und South Carolina bereiten sich die Menschen auf "Irma" vor. Der Sturm könnte der schlimmste werden, dem Florida je ausgesetzt war, sagte Gouverneur Rick Scott am Mittwoch dem Sender ABC.

"Ich möchte, dass jeder versteht, um was es hier geht", warnt Scott eindringlich. Alle Einwohner sollten sich für drei Tage mit Wasser und Nahrungsmitteln eindecken. "Nehmt, was ihr braucht, aber nehmt nicht mehr", bat er die Bewohner Floridas mit Hinweis auf mögliche Versorgungsengpässe.

Engpässe, zu denen es dennoch bereits kommt. Vor allem Wasser wird in den Supermärkten der betroffenen Regionen bereits knapp.

Ein Umstand, den sich Händler auf Amazon offenbar zu Nutze machen wollen.

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Hurrikan "Irma" zieht Spur der Verwüstung

An den Küstenorten der Karibik hat Hurrikan "Irma" mit einer Windgeschwindigkeit von fast 300 Kilometern pro Stunde die ersten Schäden angerichtet: Bäume fallen um, Häuser zerfallen und Autos schwimmen in den hohen Fluten auf den Straßen.

Preise für Wasser steigen

Wie mehrere Twitter-Nutzer entsetzt berichten, sind die Preise für Wasser auf Amazon in die Höhe geschnellt.

Mehrere Menschen teilen Screenshots von Amazon, auf denen zu sehen ist, wie hoch die Preise für Wasser tatsächlich sind.

Sechs 0,5-Liter-Flaschen werden vermehrt für rund 25 Dollar (ca. 20 Euro) angeboten.

Zum Vergleich: Ein Sechserpack Volvic, der schon im höherpreisigen Segment liegt, kostet in Deutschland rund 3,50 Euro.




Ein User teilt einen Screenshot, auf dem zu sehen ist, dass ein Händler versucht, 24 0,5-Liter-Flaschen für 99,99 Dollar zu verkaufen.


Das ist offenbar noch nicht die Spitze des Eisbergs. Eine andere Nutzerin wollte ihrer Familie in Florida ebenfalls Wasser per Amazon schicken. Für eine schnelle Lieferung sollte sie jedoch 179,25 Dollar zahlen. Während das Wasser allein bereits 18,48 Dollar gekostet hätte.


Eine Amazon-Sprecherin sagte in "USA Today", man überwache die Webseite und entferne Angebote für Wasser, die den Durchschnittspreis erheblich übersteigen würden.

"Die Preise erleben keine erhöhte Fluktuation in den letzten Monaten. Niedrigpreisige Angebote sind schneller ausverkauft, weshalb höherpreisige Angebote von Drittanbietern angezeigt werden", erklärte die Sprecherin.

Sollten Kunden das Gefühl haben, ein Angebot übersteige den Durchschnittspreis um ein Vielfaches, sollten sie sich bitte an den Kundenservice von Amazon wenden.

Tatsächlich ist Preiswucher im Angesicht einer drohenden Katastrophe in Florida gegen das Gesetz.