Hurrikan "Irma" ist am Samstag über die Bahamas und Kuba hinweggefegt und nimmt Kurs auf Florida. Millionen Menschen fliehen vor dem Monstersturm, erste orkanartige Böen haben den Süden des US-Bundesstaates bereits erreicht - doch das Schlimmste soll erst noch kommen. Alle News und Informationen finden Sie hier in unserem Live-Blog.

Alle aktuellen News vom 10. September finden Sie in unserem Live-Blog


Einen Überblick zum Verlauf und interaktive Karten zum Hurrikan "Irma" gibt es hier:

21:32 Uhr: Auswärtiges Amt schaltet Notfallnummern

Der Hurrikan "Irma" im Atlantik hat auch das Auswärtige Amt in Alarmbereitschaft versetzt. Es wurden zwei Notfallnummern geschaltet: Anrufer aus Deutschland können die Nummer 030 5000 3000 wählen, für Anrufer aus USA ist die Botschaft Washington unter 001 202 298 4000 zu erreichen, wie das Außenministerium am Samstagabend in Berlin mitteilte. Beide Nummern seien rund um die Uhr geschaltet.

In der deutschen Botschaft in Washington D.C. wurde demnach ein Krisenstab eingerichtet, in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) gebe es einen regionalen Krisenstab. Am Sonntagnachmittag wollte in Berlin der Krisenstab des Auswärtigen Amtes tagen.

17:07 Uhr: Floridas Gouverneur Scott warnt: "So einen Sturm haben wir noch nie gesehen"

Kurz bevor "Irma" den US-Bundesstaat Florida erreichen sollte, hat dessen Gouverneur Rick Scott noch einmal eindringlich vor dem Hurrikan gewarnt. "Das ist ein katastrophaler Sturm", sagte Scott am Samstag bei einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "So etwas haben wir noch nie gesehen, er ist größer als unser Bundesstaat."

Scott rief alle Menschen in Evakuierungszonen erneut dringend auf, ihre Häuser sofort zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Der Hurrikan könne tödlich sein. "Wenn Sie in einer Evakuierungszone sind, werden Sie die Flutwellen nicht überleben."

15:42 Uhr: Menschen auf Florida Keys eindringlich zu Evakuierung aufgefordert

Auf der von Hurrikan "Irma" bedrohten Inselgruppe der Florida Keys haben die Behörden die verbliebenen Menschen aufgerufen, die Gegend zu verlassen. "Noch gibt es ein kleines Fenster, um herauszukommen, aber es schließt sich schnell", erklärte der Krisenmanager von Monroe County, Martin Senterfitt, am Samstag in einem Facebook-Aufruf.

Nach Angaben des Bezirks wurden alle Krankenhäuser und Notaufnahmen auf der Inselgruppe geschlossen. Notunterkünfte gab es auf den Inseln nicht. Die Behörden richteten aber vorübergehende Zufluchtsstätten ein.

"Das ist der große Hurrikan, vor dem wir uns alle auf den Florida Keys gefürchtet haben", sagte Bezirksverwalter Roman Gastesi. "Niemand sollte mit seinem Leben spielen. Wenn ihr die Keys verlassen könnt, solltet ihr das jetzt tun. Wartet nicht."

Hurrikan "Irma" aus dem Weltall

Hurrikan "Irma" nimmt Kurs auf die US-Ostküste. Erste Ausläufer sind bereits auf dem Florida Keys zu spüren. Die Entwicklung des Hurrikans verfolgt die NASA aus dem Weltall. © YouTube

15:25 Uhr: Erste Stromausfälle in Miami

Noch hat Hurrikan "Irma" die Küste von Florida nicht erreicht, doch das Energieunternehmen Florida Power & Light (FPL) meldet erste Ausfälle.

Nach Angaben des "Miami Herald" sind in Miami-Dade County, wozu auch die Stadt Miami selbst gehört, über 26.000 Haushalte und damit rund 1,2 Millionen Bürger von Stromausfällen betroffen. Auch in Broward County, nördlich von Miami, seien 960 Haushalte ohne Strom.

15:11 Uhr: "Irma"-Nachfolger "José" wird schwächer

Die Bewohner der Karibikinseln Antigua und Barbuda können vorerst aufatmen: Der Hurrikan "José" hat sich laut der US-Wetterexperten leicht abgeschwächt und wird die Inseln voraussichtlich nicht direkt treffen. Hurrikan "Irma" war vor einigen Tagen direkt über Barbuda hinweggezogen und hatte die kleine Insel verwüstet.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami vom Samstagmorgen (Ortszeit) könnte "José" später am Samstag in der Nähe der Inselgruppe der Kleinen Antillen vorbeiziehen. "José", ein Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier, erreicht Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometer pro Stunde. Die Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen ein weitere Abschwächung.

Die Regierung von Antigua hob die Hurrikan-Warnung für die Inseln auf, eine Warnung vor einem Tropensturm blieb in Kraft. Die Hurrikan-Warnung des US-Zentrums für die französischen Überseegebiete Saint-Barthélémy und Saint-Martin sowie den niederländischen Inselteil von Saint-Martin - Sint Maarten - blieb bestehen.

14:31 Uhr: Schäden in Milliardenhöhe auf französischen Inseln

Hurrikan "Irma" hat nach Einschätzung von Experten Schäden in Milliardenhöhe hinterlassen. Der vom französischen Staat kontrollierte Rückversicherungsverband Caisse Centrale de Reassurance teilte am Samstag mit, dass von Schäden im Wert von mindestens 1,2 Milliarden Euro ausgegegangen werden müsse. Die von "Irma" verwüsteten Inseln Saint Barthelemy und Saint Martin sind französische Überseegebiete.

14:20 Uhr: NASA-Video zeigt "Irma"


13:33 Uhr: Auf "Irma" folgt "José" - Zweiter Hurrikan bedroht Kleine Antillen

Nach den schweren Verwüstungen durch Hurrikan "Irma" bedroht nun der Wirbelsturm "José" Inseln der Kleinen Antillen in der Karibik. "José", ein Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier, nähere sich den Inseln Antigua und Barbuda, warnte der Wetterdienst des Inselstaats in der Nacht zum Samstag (Ortszeit). Der Sturm befinde sich derzeit etwa 200 Kilometer östlich der Inseln. Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometer in der Stunde wurden gemessen.

"Irma" zerstörte nach Angaben der Regierung etwa 90 Prozent von Barbuda und machte die Insel praktisch unbewohnbar. Die Bevölkerung von weniger als 2000 Menschen wurde vor dem Eintreffen von "José" auf die Nachbarinsel Antigua in Sicherheit gebracht.


12:56 Uhr: Frankreich verhängt Ausgangssperre auf Karibikinsel Saint-Martin

In dem von Hurrikan "Irma" stark zerstörten französischen Überseegebiet Saint-Martin haben die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Sperre gelte von 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens (Ortszeit), teilten die örtlichen Behörden am Samstag mit. Die Maßnahme solle bis mindestens Mittwochmorgen in Kraft bleiben.

Mit der Ausgangssperre soll - auch wegen der Bedrohung durch Hurrikan "José" - das Risiko für Menschen und Eigentum minimiert werden.

12:36 Uhr: Hohe Wellen, Starkregen und zerstörte Gebäude auf Kuba

In der Nacht auf Samstag traf das Zentrum von "Irma" auf das Camagüey-Archipel an der Nordküste Kubas. Dabei legte der Hurrikan noch einmal an Stärke zu und wurde vom Warnzentrum vorübergehend in die höchste Kategorie 5 hinaufgestuft.

Danach zog "Irma" als Sturm der Kategorie 4 an Kuba entlang. In Fernsehbildern waren hohe Wellen, Starkregen, umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude zu sehen. Berichte über Tote lagen nicht vor. Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

In der Karibik galten einige Gebiete als unbewohnbar. Die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Insel Sint Maarten und Saint-Martin wurde schwer getroffen. Der französische Innenminister Gérard Collomb bezifferte die Zahl der Toten in den französischen Überseegebieten mit acht.

Vier Menschen kamen auf den Britischen Jungferninseln ums Leben. Je ein Mensch starb auf Anguilla (Großbritannien) und Barbuda. Es gab Berichte über Plünderungen. Auf Sint Maarten sorgten rund 200 niederländische Soldaten für Ordnung. Auf der zu den USA gehörenden Insel Puerto Rico und den amerikanischen Jungferninseln starben mindestens sieben Menschen.

12:25 Uhr: "Irma" auf Hurrikan der Kategorie vier herabgestuft

Hurrikan "Irma" wütet derzeit mit Windgeschwindigkeiten von rund 260 Kilometern pro Stunde. Auf dem Weg nach Florida stufte das Nationale Hurrikanzentrum den Sturm nun von der höchsten Stufe fünf auf einen Wirbelsturm der Kategorie vier herab.

12:15 Uhr: Das erwartet Florida bei Eintreffen von "Irma"

Auf den Florida Keys erwarteten die Experten am Samstagmorgen Wind von bis zu 118 Kilometern in der Stunde. Nach jüngsten Vorhersagen könnte das Zentrum von "Irma" dort am Sonntagmorgen mit Windstärken von bis zu 250 Kilometern pro Stunde an Land treffen. "Nirgends auf den Florida Keys wird es sicher sein", schrieb der Nationale Wetterdienst im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Inselkette hat rund 70.000 Einwohner.


Den jüngsten Prognosen zufolge könnte das Zentrum von "Irma" nach Nordwesten abschwenken, an der Westküste entlangziehen und damit die Metropolregion Miami vom Schlimmsten verschonen.

Für die gesamte Südküste Floridas, vom Atlantik bis in den Golf von Mexiko, gilt eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Wellen. Im Osten erstreckte sich die Gefahrenzone bis fast nach Melbourne, im Westen bis nach Tampa. In den benachbarten Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Modelle des Hurrikanzentrums sehen "Irmas" Zug bis hinauf nach Atlanta reichen. In seiner Folge werden Überflutungen auch an den Küsten Georgias sowie South und North Carolinas erwartet.

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"Irma": Florida flieht vor dem Hurrikan

Florida bereit sich auf den schwersten tropischen Sturm in seiner Geschichte vor. Wer kann der flieht in Richtung Norden. Für andere stehen Notunterkünfte bereit.

11:48 Uhr: Fünf Tote nach Hurrikan in britischen Überseegebieten

In den britischen Überseegebieten in der Karibik sind mindestens fünf Menschen durch Hurrikan "Irma" ums Leben gekommen. Die Britischen Jungferninseln meldeten vier Opfer und Anguilla einen Todesfall, berichteten britische Medien am Samstag. Einige Regionen könnten durch den nächsten Hurrikan "Jose" wieder bedroht sein.

In Großbritannien und in den betroffenen Regionen wuchs die Kritik an unzureichender Hilfe für die Opfer. London hatte Flugzeuge und ein Schiff ins Katastrophengebiet geschickt. Die Regierung stellte 32 Millionen Pfund (etwa 35 Millionen Euro) an Hilfe zur Verfügung.


11:39 Uhr: Welchen Kurs nimmt Wirbelsturm "Irma"?

Der wieder auf Kategorie fünf hochgestufte Hurrikan bewegt sich weiter auf den US-Staat Florida zu. Welchen Kurs "Irma" nehmen könnte, haben die Experten des US-Hurrikanzentrums berechnet.

  • Am Mittwoch um etwa 1 Uhr Ortszeit (0700 MESZ), zog "Irma" über die Karibikinsel Barbuda. Mittags hatte der Sturm die Jungferninseln erreicht. Am Mittwochabend war der Sturm nördlich des US-Außengebiets Puerto Rico.
  • Am Donnerstag um 2 Uhr morgens (0800 MESZ) befand sich das Zentrum des Hurrikans 225 Kilometer nordwestlich von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan.
  • In der Nacht zu Freitag passierte "Irma" Haiti und war um 2 Uhr morgens (0800 MESZ) östlich von Kuba. Am frühen Freitagmorgen zog der Hurrikan auch über die südlichen Ausläufer der Bahamas.
  • Im Laufe des Samstags sollte "Irma" nördlich an Kuba entlangziehen.
  • "Irma" zieht den Prognosen zufolge dann weiter in Richtung Florida. Die ersten Ausläufer könnten den US-Staat demzufolge am Samstag um 8 Uhr (14 Uhr MESZ) erreichen, das Zentrum des Sturms am frühen Sonntagmorgen.
  • Später könnte "Irma" sich entlang der US-Ostküste bis zur Grenze der Bundesstaaten Georgia sowie South und North Carolina bewegen.

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11:32 Uhr: Barbuda rüstet sich für Hurrikan "Jose"

Nach Hurrika "Irma" steuert nun auch Hurrikan "Jose auf die Karibikinsel Barbuda zu. "Jose" soll am Samstag Nachmittag (Ortszeit) auf die Insel treffen, die bisher berechnete Windgeschwindigkeit beträgt laut "CNN" bis zu 241 Kilometer pro Stunde.

Am Mittwoch traf Hurrikan "Irma" auf die Insel und zerstörte fast 95 Prozent der Gebäude, wie Gaston Browne, Premierminister von Antigua und Barbadu angab. Der bisherige Schaden beläuft sich auf fast 100 Millionen US-Dollar.

10:48 Uhr: Umweltschutzbehörde sichert Giftstoffe

Dutzende Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde EPA nach Angaben von "NBC Miami" daran, Giftstoffe zu sichern, die derzeit in Florida lagern.

"Wenn irgendeine Lagerstätte eine unmittelbare Bedrohung für die nahe gelegenen Bevölkerungsgruppen darstellen wird, wird die EPA sofort mit den staatlichen und lokalen Beamten aufmerksam machen und die Öffentlichkeit informieren - und dann geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Bedrohung zu bewältigen," EPA-Sprecherin Liz Bowman sagte am Freitag.

Eine Risikoanalyse von EPA aus dem Jahr 2012 ermittelte, dass Überschwemmungen an einigen Standorten in Süd-Florida ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellt. Überschwemmungen könnten gefährliche Schadstoffe verbreiten oder das Grundwasser verunreinigen.

10:19 Uhr: "Irma" wütet auf Kuba

Das Zentrum von Hurrikan "Irma" ist über den zu Kuba gehörenden Camagüey-Archipel gezogen. Dies bestätigte das US-Hurrikanzentrum in Miami am Samstagmorgen (Ortszeit).

Das Archipel liegt vor der Nordküste Kubas. Eine Wetterstation auf den Inseln maß Windgeschwindigkeiten von 200 Kilometern in der Stunde, bevor sie vom Hurrikan zerstört wurde, meldete die kubanische Wetterwarte.

Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte in Schulen gebracht. Die kubanische Regierung rief eine Hurrikan-Warnung für die Provinzen Matanzas, Camagüey, Ciego de Ávila, Sancti Spiritus und Villa Clara aus. Berichte über Schäden oder Opfer lagen noch nicht vor.

09:11 Uhr: Millionen Amerikaner müssen Wohnungen verlassen

In Florida sind 5,6 Millionen Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, wie der Hurrikan-Beauftrage Andrew Sussman laut der Zeitung "Tampa Bay Times" sagte.

Für die gesamte Südküste Floridas, vom Atlantik bis in den Golf von Mexiko, gilt eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Wellen.

Für weitere Gebiete wurden Hurrikan-Warnungen herausgegeben. Im Osten erstreckte sich die Gefahrenzone bis fast nach Melbourne, im Westen bis nach Tampa.

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Hurrikan "Irma" zieht Spur der Verwüstung

An den Küstenorten der Karibik hat Hurrikan "Irma" mit einer Windgeschwindigkeit von fast 300 Kilometern pro Stunde die ersten Schäden angerichtet: Bäume fallen um, Häuser zerfallen und Autos schwimmen in den hohen Fluten auf den Straßen.

Allein in der Metropolregion Miami riefen die Behörden 650.000 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser auf. Es handele sich um die größte Evakuierung in der Geschichte der Region, sagte Carlos Giménez, Bürgermeister des Bezirks Miami-Dade.

In der Region leben rund 5,5 Millionen Menschen. Die Behörden öffneten am Freitag zusätzliche Notunterkünfte.

Die Evakuierungsmaßnahmen wurden allerdings mancherorts dadurch erschwert, dass das Benzin knapp wurde. Das Weiße Haus zeigte sich beunruhigt.

Die Regierung hob eine gesetzliche Regelung auf, wonach nur Tanker unter US-Flagge Treibstoff von einem amerikanischen Hafen zu einem anderen liefern dürfen, wie der Heimatschutzberater des Weißen Hauses, Tom Bossert, sagte.

Präsident Trump appellierte an die Menschen in den betroffenen Gegenden, wachsam zu sein und auf die Empfehlungen der Behörden zu hören. "Dies ist ein Sturm mit einem absolut historischen Zerstörungspotential", erklärte er.

08:45 Uhr: Forscher schätzen Schäden auf 10 Milliarden Dollar

Hurrikan "Irma" hat nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik bislang Schäden von rund 10 Milliarden Dollar verursacht. "Gemessen an der Schadenssumme war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten", sagte James Daniell vom "Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology" (CEDIM) am Freitag in Karlsruhe. Besonders schwer seien die Überseegebiete Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande getroffen worden. "Irma" habe bis zu 50 Prozent aller Güter auf der Insel Barbuda zerstört. Allein auf Sint Maarten und Saint Martin wird der Schaden auf rund vier Milliarden Dollar geschätzt.

Die Bilanz wurde mithilfe eines Risikoschadenmodells erstellt, bei dem die direkten ökonomischen Schäden nach einer Naturkatastrophe berechnet werden. Grundlage dafür ist eine Datenbank mit 60.000 Einträgen.

Seit 1900 gehen demnach 19 Prozent der gesamten Wirtschaftsschäden von sieben Billionen Dollar auf Stürme zurück.

08:30 Uhr: Hurrikan "Irma" und die Superlative

Hurrikan "Irma" hat nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) in Genf mindestens zwei Rekorde gebrochen.

Mit einer über mehr als 37 Stunden ununterbrochenen Windgeschwindigkeit von fast 300 Kilometern in der Stunde sei "Irma" weltweit der am längsten wütende Hurrikan gewesen, mindestens seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des letzten Jahrhunderts, sagte eine WMO-Sprecherin am Freitag in Genf.

Den Rekord hielt bislang Zyklon "Haiyan", der 2013 auf den Philippinen mehr als 24 Stunden mit Topgeschwindigkeiten wirbelte und mehr als 6000 Menschenleben forderte.

Die Ereignisse der bisherigen Tage finden Sie hier

Hurrikan, Zyklon und Taifun sind je nach Weltregion verschiedene Bezeichnungen für dasselbe Wettersystem.

Im Atlantik (ausgenommen Karibik und Golf von Mexiko) sei "Irma" nach Windgeschwindigkeit der bislang stärkste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Dass dort drei Hurrikane gleichzeitig wirbeln - "Irma", "Jose" und "Katia" - sei zwar ungewöhnlich, aber nicht neu. So sei es auch 1967, 1980, 1995, 1998 und 2010 gewesen.

Es gebe keine Hinweise, dass der Klimawandel häufiger so schwere Stürme verursacht, sagte die Sprecherin. Allerdings legten Computersimulationen nahe, dass ein wärmeres Klima für stärkere Stürme sorge. Damit werde die Zahl der Hurrikane in den Kategorien 4 (Windgeschwindigkeiten bis zu 251 Kilometer in der Stunde) und 5 (mehr als 251 Kilometer in der Stunde) wahrscheinlich steigen.

Mit Material der dpa
Teaserbild: © picture alliance / Paul Chiasson