Hurrikan "Irma" tobt zur Zeit über den USA. Der verheerende Karibik-Sturm hat vielen Menschen das Leben gekostet und schwere Verwüstungen angerichtet. Auch Urlauber sind von den Auswirkungen betroffen. Das müssen Sie jetzt wissen.

Alle Informationen zu Hurrikan "Irma" in unserem Live-Blog

Das empfiehlt das Auswärtige Amt

Das Auswärtige Amt (AA) hat keine offizielle Reisewarnung herausgegeben. Trotzdem gibt es Sicherheitswarnungen für die betroffenen Gebiete: Florida, die Bahamas und die Dominikanische Republik.

Für Florida gelte die höchste Alarmstufe an allen Küsten. In den Regionen Florida Keys und Tampa Bay gibt es Sturmflutwarnungen.

Zudem sollten Touristen mit starken Stürmen, heftigen Regenfällen, Erdrutschen und Überschwemmungen rechnen.

Auf den Bahamas warnt das AA vor Stürmen, Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen,

Kann ich meine bereits gebuchte Reise stornieren?

Bewohner kündigten an, sich mit Waffen gegen Hurrikan zu wehren.


Das kommt ganz auf den Reiseveranstalter an. Bei vielen können Betroffene zur Zeit Reisen in die Karibik umbuchen oder stornieren.

"Alle Gäste, die eine Reise in die Dominikanische Republik mit Anreisedatum bis einschließlich 12. September 2017, nach Kuba bis einschließlich 14. September, oder nach Florida oder auf die Bahamas bis einschließlich 15. September 2017 mit einer Veranstaltermarke von Thomas Cook (Neckermann Reisen, Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Bucher Last Minute, Öger Tours) gebucht haben, können diese kostenlos umbuchen oder stornieren", schreibt beispielsweise Reiseveranstalter Thomas Cook in einer Mitteilung.

Bei Tui können Kunden bis zum 14. September umbuchen oder stornieren. Das gilt für Reisen nach Kuba, auf die Bahamas und nach Florida.

Ob Sie Ihre Reise bei einem anderen Reiseveranstalter stornieren können, erfahren Sie bei Ihrem Anbieter.

Wie reagieren Fluggesellschaften?

Viele Fluggesellschaften haben Flüge komplett gestrichen. Eurowings bietet Reisenden zum Beispiel eine kostenlose Umbuchung an, wenn sie nach Havanna, Miami oder Orlando gebucht haben.

Tausende verharren wegen "Irma" auf engstem Raum teils ohne Strom.


Lufthansa hat Flüge nach Miami und Orlando bis zum 11. September komplett gestrichen und warnt vor weiteren Ausfällen.

Auch Air Berlin streicht Flüge nach Miami, Orlando und Fort Myers. Wer von den Streichungen betroffen ist, kann bis zum 30. September im Streckennetz von Air Berlin umbuchen.

Welche Rechte gelten für Pauschalreisen?

Wenn die Lage vor Ort besonders dramatisch ist, können Pauschalurlauber eine gebuchte Reise wegen "erheblicher Schlechtleistung" kündigen, erklärt der Reiserechtler Paul Degott gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".

Danach erhalten Urlauber den vollständigen Preis zurück. Ist nur ein Teil der Reise beeinträchtigt, können Urlauber immerhin einen Teil des Geldes zurückfordern.

Finden Kreuzfahrten noch statt?

Die Karibik ist ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrten. Viele Veranstalter mussten jedoch aufgrund des Hurrikans ihre Routen ändern, manche Schiffe konnten aufgrund des Wetters gar nicht erst starten.

Die Linie "Norwegian Cruise Line" möchte sogar bis November alle Fahrten in die östliche Karibik umleiten.

Wer eine Kreuzfahrt gebucht hat, für den gelten die gleichen Rechte wie für Pauschalurlauber. Fällt ein Höhepunkt der Reise aus, kann ein Kunde die Fahrt kostenlos absagen.

Wird ein Ziel ersatzlos gestrichen, sei dies ein Reisemangel und Kunden können den Reisepreis mindern, so Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".

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Hurrikan "Irma": Florida bereitet sich auf das Schlimmste vor

Am Nachmittag soll der gefürchtete Hurrikan "Irma" Florida erreichen. Die Einwohner des US-Bundesstaats bereiten sich auf das Schlimmste vor.