"Irma": Florida flieht vor dem Hurrikan

Kommentare6

Florida bereit sich auf den schwersten tropischen Sturm in seiner Geschichte vor. Wer kann der flieht in Richtung Norden. Für andere stehen Notunterkünfte bereit.

Florida bereitet sich auf den wohl schwersten Tropensturm seiner Geschichte vor. Weit über 100.000 Menschen hatten schon am Freitag ihre Wohnungen verlassen. Der Sturm könnte nordwärts ziehen und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.
Miami oder Palm Beach ziehen normalerweise Urlauber aus aller Welt an. Jetzt weht am Strand von Miami für Badegäste die rote Flagge. Hurrikan "Irma", obwohl inzwischen von der höchsten Stufe fünf auf vier heruntergestuft, könnte verheerende Schäden anrichten.
Das Steackhouse im Stadtteil Riverside Drive in Coral Springs hat noch geöffnet. Die Fenster sind aber schon mit Holzplatten verbarrikadiert. Allein in der Gegend um Miami haben die Behörden 650 000 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen.
Patienten des Palms of Pasadena Krankenhauses in St. Petersburg werden evakuiert. Alte Menschen und Kranke müssen in Sicherheit gebracht werden.
Einwohner Floridas warten nach der angeordneten Evakuierung auf den Ablfug am Fort Lauderdale-Hollywood International Airport. Samstag und Sonntag wird er geschlossen bleiben, genauso der Flughafen in Orlando.
Tag und Nacht reiht sich Auto an Auto, vor den Tankstellen drängen sich die Fahrzeuge besonders. Florida flieht. Wer aus dem Süden, etwa aus der Metropolregion um Miami und Palm Beach weg kann, der geht. So schnell wie möglich.
Starker Verkehr bis hoch nach Atlanta. Hier auf der Interstate 75 geht es nur schleppend voran. Die rund 200 Meilen auf dem Highway zwischen Miami und Orlando sind zeitweise ein einziger Stau.
Lisa Reich stapelt vor ihrer Evakuierung Sandsäcke in ihrem Hinterhof. Reich kaufte das Haus erst vor drei Jahren. Was hinterher davon übrig bleibt ist ungewiss.
Der Schulunterricht wurde in ganz Florida ausgesetzt, die meist als Flachbauten angelegten Schulgebäude wurden als Notunterkünfte gebraucht. Hier erreichen die ersten Menschen die Turnhalle einer Highschool.
Gouverneur Scott ließ auf den Highways die Mautstellen räumen - die fliehenden Autofahrer sollen nicht auch noch zur Kasse gebeten werden. "Wir haben 1000 Trucks und 100 Helikopter bereitstehen", sagt Scott.
Cira Delia Rodriguez und ihr Mann Jesus Mundia warten in Miami Beach auf einen Bus, der sie aus der Stadt bringt. Hurrikan Irma wurde zu einem Sturm der Stufe vier heruntergestuft, bleibt aber nach wie vor gefährlich.
Die Interstate 95 zur Rushhour: Zu dieser Zeit herrscht sonst reger Verkehr. Wegen der Hurrikan-Gefahr sind jetzt nur noch vereinzelt Fahrzeuge auf der Straße.
Auch so bereitet sich Florida auf Irma vor: Regale mit Wasser, Lebensmitteln oder Batterien, sind wie leer gefegt. In den Baumärkten stehen die Männer an und warten auf Nachschub in der ausverkauften Sperrholzabteilung.
Doch nicht alle Einwohner Floridas fliehen. Helena Keitges genießt noch den Strand in Treasure Island am Freitag. Die Keiges wollen den Sturm in einem speziellen Gebäude überstehen.
Neue Themen
Top Themen