• Im März hat es in Deutschland bislang sehr wenig geregnet. Mancherorts ist in diesem Monat noch gar kein Niederschlag gefallen.
  • Die Böden leiden deshalb massiv unter Trockenheit.
  • Landwirte bangen um ihre Ernte und die Gefahr für Waldbrände ist hoch.

Mehr Panoramathemen finden Sie hier

"Die Sonne lacht von früh bis spät vom Himmel und das sind mittlerweile ganze zwölf Stunden täglich." So fasst ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Wetteraussichten für diese Woche zusammen. Die Menschen holen freudig die Sonnenbrillen heraus, strömen in die Parks und gönnen sich das erste Eis der Saison. Doch die Sache hat auch einen Haken: Der Natur fehlt Niederschlag, es herrscht Trockenheit.

Mancherorts hat es im März noch gar nicht geregnet

Die Tage, an denen es im März in Deutschland nennenswert geregnet hat, lassen sich laut DWD an einer Hand abzählen. Um die Monatsmitte waren im Westen, Nordwesten, Teilen der Mitte sowie im Südosten zehn bis 20 Liter pro Quadratmeter gefallen. Sonst: überwiegend trocken. An einigen Messstationen fanden die Meteorologen im ganzen Monat noch nicht einen Tropfen im Regenmesser, so in Lindau am Bodensee, Bergen auf Rügen, Friedrichswalde östlich von Berlin oder Tribsees bei Rostock.

In der Folge leiden vor allem die Böden im Nordosten sowie im Süden Deutschlands unter Trockenheit, wie der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, der täglich flächendeckende Informationen zur Bodenfeuchte liefert. Gerade in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg herrscht demnach in mehreren Regionen "außergewöhnliche Dürre".

Experten simulieren für den Dürremonitor auf Basis der Daten von rund 2.500 Wetterstationen des DWD die Bodenfeuchte für den Gesamtboden (bis 1,80 Meter Tiefe) und den Oberboden (bis 25 Zentimeter Tiefe). Von Dürre sprechen sie, wenn die aktuelle Bodenfeuchte unter den Wert fällt, der nur in 20 Prozent der Jahre zwischen 1951 und 2015 festgestellt wurde.

Hohe Waldbrandgefahr in Ostdeutschland

Die Trockenheit mach der Natur zu schaffen. Landwirte bangen um ihre Ernte. Der im Spätsommer gepflanzte Raps zum Beispiel müsste jetzt eigentlich in die Höhe schießen - doch das geht nur, wenn die Pflanzen ausreichend Wasser zur Verfügung haben. Außerdem steigt die Gefahr für Waldbrände. Für heute gibt der Deutsche Wetterdienst die Waldbrandgefahr im Osten des Landes sowie in Teilen Bayerns mit Stufe vier von fünf an, im Rest der Republik herrscht überwiegend Warnstufe drei.

Beim DWD geht man davon aus, dass das Niederschlagsdefizit bis Monatsende nicht mehr ausgeglichen wird. In der Zehn-Tage-Vorhersage für Deutschland ist lediglich von vereinzelten Schauern und leichtem Regen die Rede.

Verwendete Quellen:

Giant's Causeway, Irland
Bildergalerie starten

Bunte Berge, brennendes Wasser: Das sind die atemberaubendsten Naturphänomene

Bunte Berge, brennende Wasserfälle und einzigartige Formationen: Auf unserem Planeten gibt es zahlreiche Naturphänomene, die auf den ersten Blick unglaublich scheinen. Hinter fast jedem Phänomen steckt aber eine plausible Erklärung.