Der meteorologische Frühlingsanfang fühlt sich vielerorts in Deutschland wie der tiefste Winter an. Die ganze Woche wird ungemütlich.

Wenig frühlingshaft beginnt am 1. März der meteorologische Frühling. Das Wetter steht eher auf Winter. Im Süden und Osten Deutschlands haben Schnee und Glätte zum Teil erhebliche Probleme auf den Straßen verursacht. Allein in Thüringen registrierte die Polizei im Laufe des Montags 250 Verkehrsunfälle.

Schnee bis ins Flachland, dazu einstellige Tagestemperaturen - "die ganze Woche wird nasskalt", sagte Meteorologe Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag. Besserung sei nicht in Sicht.

War der Winter noch deutlich zu mild, ist es jetzt nach Angaben der Meteorologen etwas zu kalt. Für die Meteorologen umfassen die Jahreszeiten jeweils volle Monate - ihr Winter dauert Dezember bis Februar. Im Kalender beginnt der Frühling erst Ende März.

Der Winter 2015/16 war nach Berechnungen des DWD im Bundesdurchschnitt 3,4 Grad wärmer als das vieljährige Mittel der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990. Damit gehöre er zu den vier wärmsten Wintern der vergangenen 135 Jahre, teilte der DWD mit. Der Dezember stellte mit einer Abweichung von über fünf Grad einen neuen Rekord auf. Der bisher wärmste Winter war der von 2006/07, der der 4,4 Grad zu warm ausfiel.

Schnee, Schneeregen oder Regen bestimmen die ersten Tage des meteorologischen Frühlings. Mehr als acht Grad sind tagsüber kaum drin, nachts muss vielerorts mit Minustemperaturen und Straßenglätte gerechnet werden.

Vor allem im Südosten sei der Winter noch einmal heftig zu spüren, sagte Hausen. Bis Dienstagmittag werde es kräftige Schneefälle östlich einer Linie von der Lausitz bis zum Schwarzwald geben. Auf den Bergen könnten dort lokal bis zu 40 Zentimeter Neuschnee zusammen kommen.© dpa

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