Schneefall hat zu etlichen Verkehrsunfällen in Oberfranken, der Oberpfalz und anderen Teilen Bayerns geführt. Am Sonntagabend kam es auf den Autobahnen in Oberfranken und auf den Höhenzügen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes zu zwölf Karambolagen, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Bei zwei Unfällen zogen sich drei Fahrzeuginsassen leichte Verletzungen zu.

Der Schneefall hatte am Sonntagnachmittag eingesetzt. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich allein auf den Autobahnen im Raum Hof und Bayreuth acht Verkehrsunfälle. Die Feuerwehr musste mindestens 30 Mal ausrücken, um die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.

Auch in anderen Regierungsbezirken kam es wegen des Wintereinbruchs zu Unfällen und Behinderungen. In der Oberpfalz ereigneten sich mindestens 20 Unfälle, Polizei und Feuerwehr mussten mehr als 50 Mal wegen umgestürzter Bäume und anderer Verkehrsbehinderungen ausrücken.

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In Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bayern machte vielerorts Straßenglätte den Autofahrern zu schaffen.

Im Südwesten ließen Böen Fahrzeuge, Bäume und Baugerüste umkippen, zudem gab es Überflutungen. In den Mittelgebirgen lag Schnee, Kinder rodelten und bauten Schneemänner.

20 Unfälle allein in der Oberpfalz

Die bayerische Polizei meldete am Sonntag aus verschiedenen Landesteilen Probleme wegen des Wintereinbruchs. In der Oberpfalz kam es demnach zu rund 20 Unfällen wegen erhöhter Geschwindigkeit und glatter Fahrbahn. Fünf Menschen wurden bei den Unfällen leicht verletzt.

In Unterfranken berichtet die Polizei von elf witterungsbedingten Unfällen mit einem Verletzten. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken kam es aufgrund des Wetters zu sechs Unfällen mit insgesamt sieben Verletzten.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Menschen bei witterungsbedingten Verkehrsunfällen leicht verletzt. Auf der A14 bei Ludwigslust überschlug sich ein Sprinter und blieb neben der Fahrbahn liegen. Der Fahrer blieb unverletzt.

In Niedersachsen kam es zu etlichen Verkehrsunfällen bei Hagelschauern. Auf der Autobahn A27 habe es am Wochenende 15 Unfälle mit einem Gesamtschaden von mehr als 100 000 Euro gegeben, teilte die Polizei mit.

Ein 49-Jähriger überschlug sich mit seinem Auto und wurde schwer verletzt, als er einem anderen Fahrzeug ausweichen wollte, das auf der glatten Straßen ins Rutschen geraten war.

Erste kleine Schneedecke in den Mittelgebirgen

Kurz darauf kam ein 26-Jähriger mit seinem Auto ebenfalls auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern, der Wagen überschlug sich und blieb rund 100 Meter vor dem zuvor verunglückten Fahrzeug stehen. Auch dieser Fahrer wurde schwer verletzt.

Schneefallgrenze kann in Nacht auf Montag bis auf 300 Meter sinken.


In den Mittelgebirgen zog der Winter ein, etwa auf dem Brocken und in den Kammlagen des Harzes. Bis Sonntagmorgen wuchs die Schneedecke auf dem Brocken auf 14 Zentimeter an, wie Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte.

Am Erbeskopf im Hunsrück rutschten erstmals in diesem Herbst Kinder mit Schlitten einen Rodelhang hinunter. Rund um den mit 816 Metern höchsten Berg von Rheinland-Pfalz waren bereits Räumfahrzeuge auf schneebedeckten Straßen unterwegs.

Auch Hessens höchster Berg, die Wasserkuppe (950 Meter), und der Große Feldberg im Taunus (881 Meter) präsentierten sich in frühwinterlichem Gewand. Ausflügler bauten die ersten Schneemänner der Saison.

"Im Moment schneit es noch, aber der Boden ist zu warm, da taut viel weg", sagte Florian Heitmann von der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. "Für Wintersport ist es zu wenig, aber für eine erste Schneeballschlacht und eine schöne Winterwanderung reicht es."

Montag: Weiter trist und Schnee bis auf 600 Meter

Im Südwesten vermieste ein kräftiger Herbsturm vielen Menschen den Sonntag. Auf der Rastanlage Denkendorf kippte der Wind zwei Kleinlaster um, drei parkende Autos seien "wie Dominosteine" zusammengeschoben worden, hieß es von der Polizei.

Eine Insassin wurde verletzt. Vielerorts kam es zu Überflutungen, Bäume und Baugerüste fielen um. Auch witterungsbedingte Unfälle wurden gemeldet.

Die Höllentalbahn im Südschwarzwald war für drei Stunden gesperrt, nachdem zwei Bäume auf die Oberleitung der Strecke bei Kirchzarten gefallen waren.

Die 36 Kilometer lange Höllentalbahn verbindet Freiburg mit dem Hochschwarzwald und ist eine beliebte Touristenstrecke. Auf dem Bodensee wurde der Katamaran-Verkehr zwischen Konstanz und Friedrichshafen zeitweise eingestellt.

Grau und regnerisch - der November macht seinem Ruf auch weiter alle Ehre. Die neue Woche beginnt mit Schauern vor allem in den Mittelgebirgen und am Alpenrand, nur vereinzelt wird sich am Montag im Norden die Sonne blicken lassen, wie der Deutschen Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Oberhalb von 600 Metern fällt demnach etwas Schnee, in den Alpen kann es auch mehr sein.

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© dpa