Sturmtief "Grischa" fegt an diesem Wochenende über Deutschland hinweg und mit "Herwart" steht in der Nacht auf Sonntag auch ein neuer Herbststurm vor der Tür. Wir informieren Sie an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Warnlage und den Verlauf des Sturmtiefs.

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Deutschland steht ein stürmisches Wochenende bevor.

Ganz so schlimm wie bei Tief "Xavier", das vor wenigen Wochen heftige Schäden angerichtet hat, wird es voraussichtlich wohl nicht, wie der Deutsche Wetterdienst berichtete.

Unterschätzen sollte man die Gefahr aber dennoch nicht. In zwei Dritteln Deutschlands hat der DWD die zweite von vier Warnstufen ausgerufen, im Alpengebiet und im Osten Bayerns sogar die zweihöchste.

Aktuelle Unwetter-Warnung des DWD - Stand 22:11 Uhr:

Unwetter-Warnungen des DWD Stand 22:11 Uhr: Warn-Stufe 1 (gelb), Warn-Stufe 2 (orange), Warn-Stufe 3 (rot), Warn-Stufe 4 (lila). Grün: keine (Vorab-)Warnung.

Zur Vorsicht bereitet sich die Deutsche Bahn bereits auf Sturmeinsätze vor. Das Personal werde verstärkt, Reparaturtrupps stünden bereit, sagte ein Bahnsprecher am Freitag.

Unwetter-Warnung vor schwerem Sturm

Etwaige Sturmschäden an Oberleitungen und umgestürzte Bäume im Gleisbett sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Auch sei "der Einsatz mobiler Einsatztrupps mit Kettensägen" geplant, sagte der Sprecher.

Sturm "Grischa" wird vor allem von der Nordseeküste über Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin und Brandenburg fegen. Am Sonntagnachmittag soll auch Bayern betroffen sein.

An der Nordsee droht eine Sturmflut", warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde

Sturm "Grischa" ist aber nicht alleine unterwegs: Mit "Herwart" wird in der Nacht zu Sonntag bereits der dritte Herbststurm des Jahres erwartet.

Seine volle Kraft dürfte er nach Angaben des DWD in Deutschland im Laufe des Sonntagvormittags entfalten. Vor allem im Norden, Osten und später auch im Südosten ist Vorsicht geboten.

An der Nordsee und im höheren Bergland müsse sogar mit Orkanböen gerechnet werden, warnten die Meteorologen am Samstag.

So werden an der Nordsee Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern in der Stunde erwartet.

Im Westen und Südwesten hingegen ist die Sturmgefahr nach DWD-Angaben geringer.

Ungemütlich kann es trotzdem werden: Landesweit wird mit schauerartigem und teilweise gewittrigem Regen gerechnet.

Sturm-Warnungen nicht in den Wind schlagen

Die Sturm-Warnungen sollten nicht sprichwörtlich in den Wind geschlagen werden.

Die größte Gefahr liegt vor allem in einzelnen Böen, die nicht vorhersehbar sind, aber eine Stärke von über 100 km/h erreichen können - in den Küstenregionen der Nordsee und auf den Gipfeln der Höhenlagen sind sogar 120 km/h möglich.

Bäume und Gerüste sollten also zwingend gemieden, der Gang ins Freie wenn möglich vermieden werden.

Dieser Text wird entsprechend der Sturm-Entwicklung regelmäßig aktualisiert. (mwo)

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