Unwetter in Deutschland und Österreich: Chaos durch Wassermassen

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Der Süden Deutschlands wurde wieder von schweren Unwettern heimgesucht. Vor allem Nieder- und Südbayern waren von den Gewittern betroffen. Die heftigen Unwetter haben allerdings auch vor Österreich nicht Halt gemacht.

Überflutete Straßen und Keller: Unwetter haben den Süden Deutschlands am Dienstag wieder heimgesucht. Hier fließen Wassermassen über eine Straße in Rettenberg im Oberallgäu.
In Niederbayern waren die Feuerwehren in der Nacht zum Mittwoch im Dauereinsatz. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, wurden sie zu 60 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Wetter gerufen. Manche Straßen wurden von den Wassermassen vollkommen zerstört.
Besonders betroffen von den Unwettern waren Niederbayern und Südbayern. Ein Mann ist in Garmisch-Partenkirchen vom Fluss Partnach mitgerissen worden und gestorben. (Foto: Reutlingen)
Doch nicht nur Deutschland wurde von Gewittern heimgesucht, auch in Österreich gab es schwere Unwetter. Zeitweise hatten etwa 14.000 Haushalte in der Steiermark keinen Strom, weil Trafo-Stationen vorübergehend abgeschaltet werden mussten oder ausfielen. Erst nach und nach wurden die Kunden wieder versorgt.
Im Bezirk Neunkirchen bei Wien wurde wegen des Unwetters Katastrophenalarm ausgerufen.
Am Dienstagabend ist wegen der schweren Unwetter ein Mensch ums Leben gekommen. Der Mann sei im Stadtpark von Graz von einem Baum erschlagen worden, teilte die Feuerwehr laut der Nachrichtenagentur APA mit. Die Behörden ließen den Park absperren.
Durch die Sturmböen stürzten vielerorts Bäume und Äste auf Oberleitungen von Straßenbahnen, legten Trams lahm.
Bereits am Montag hatte es in Deutschland schwere Unwetter gegeben, in der Nacht zum Dienstag waren die Rettungskräfte stark gefordert. Hier stehen in Hochdorf nach Starkregen Fahrzeuge in einer überschwemmten Tiefgarage.
Die Feuerwehr in Kaiserslautern zählte am Montag bis in die Nacht mehr als 400 Unwetter-Einsätze.
Nach starkem Regen waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten. So auch der Köllerbach in Heusweiler, der die Bahngleise in der Gemeinde überflutete.
Der Hauptbahnhof der Stadt Reutlingen musste zwischenzeitlich wegen Überflutung gesperrt werden. Und auch am Bahnhof von Heusweiler (Foto) ging am Montag nichts mehr.
Ein älterer Mann musste von der Polizei im Landkreis Esslingen aus seinem mit Wasser vollgelaufenen Auto befreit werden.
Aus der Oberpfalz meldete die Polizei faustgroße Hagelkörner. Viele Dächer und Fahrzeuge waren beschädigt worden. Alleine sieben Polizeiautos wurden in Mitleidenschaft gezogen, vier waren nicht mehr fahrbereit.
In Baden-Württemberg war besonders die Region südlich und westlich von Stuttgart betroffen. Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll. Hier räumen Anwohner in Lorch die Straßen auf.
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