Sturm "Burglind" hat sich zwar verzogen, doch in vielen Regionen des Landes regnet es dafür nun langanhaltend. Somit liegen neue Unwetter-Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor - es besteht Hochwassergefahr.

Auf einen sehr stürmischen Mittwoch mit Orkantief "Burglind" folgte eine vergleichsweise ruhige Nacht.

Vereinzelt meldeten Polizeistellen in Deutschland umgeknickte Bäume, die Straßen blockierten - dabei blieb es aber.

Nach Sturm "Burglind" droht nun Hochwasser

Die Lage hat sich deutlich entspannt - allerdings nur mit Blick auf das stürmische Wetter. Denn nun bereitet der Regen in einigen Regionen Deutschlands erhebliche Sorgen.

Am Mittwochabend hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnungen vor Orkan und orkanartigen Böen aufgehoben. Diese wurden mittlerweile aber von Unwetter-Warnungen vor ergiebigem Dauerregen abgelöst.

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Sturm "Burglind" fegt übers Land

Am Mittwoch erreicht Deutschland der erste schwere Wintersturm 2018. Das Orkantief hat in einigen Teilen Deutschlands Schäden verursacht.

So spitzt sich am Donnerstag die Hochwasserlage an Rhein und Mosel weiter zu. Die Schifffahrt ist bereits stark eingeschränkt.

Aber auch viele kleinere Flüsse in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern können gefährlich werden. Entspannung ist bis zum Wochenende nicht in Sicht.

In Hessen müssen vor allem Anwohner entlang der Lahn und Fulda damit rechnen, dass das Wasser über die Ufer treten kann. Das geht aus Daten des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden hervor.

Unwetter-Gefahr durch Dauerregen

In Baden-Württemberg sperrten die Behörden den Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn bis auf Weiteres für die Schifffahrt.

"Das Hochwasser ist nicht dramatisch, hat aber Auswirkungen", sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Heidelberg. Auf dem Rhein wurde die Strecke bis in den Bereich Karlsruhe-Maxau für kleinere Schiffe gesperrt.

Auch in Nordbayern droht Hochwasser. In Mainleus im Landkreis Kulmbach erreichte der Main in der Nacht zum Donnerstag die zweithöchste Meldestufe 3.

In Fürth am Berg überschwemmte laut Hochwassernachrichtendienst Bayern die Steinach einzelne Grundstücke und Keller.

Auch in anderen Teilen Frankens traten Flüsse über die Ufer und setzten erste Grundstücke und Felder unter Wasser.

Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem in Süd- und Ostbayern vor Starkregen und weiterem Tauwetter.

Die Temperaturen liegen allgemein zwischen 4 und 13 Grad, am Oberrhein können es bis zu 15 Grad werden.

Echtes Winter-Wetter weiter nicht in Sicht

Insofern ist auch 2018 kein Winter weit und breit in Sicht. Es bleibt auf absehbare Zeit vor allem feucht und ungewöhnlich mild. Für Schnee muss man weit nach oben auf die Berge.

"Von der Südspitze Grönlands bis zur Ostsee reihen sich, wie Perlen an der Schnur, die Tiefdruckgebiete aneinander", erklärte Lars Kirchhübel vom DWD die beständig unbeständige Wetterlage.

Da wären auf dem Atlantik "Anja I" und "Anja II", über den Britischen Inseln "Christine" sowie über der Ostsee weiter die stürmische "Burglind".

Auf der Südflanke der Tiefdruckgebiete werden weiter milde Luftmassen nach Deutschland geführt. Die Folge: unbeständige und teils länger anhaltende Regenfälle.

Am Freitag erreicht die Temperatur wieder Höchstwerte zwischen 5 und 15 Grad. Dazu weht ein mäßiger und teils stark böiger Südwestwind, auf den Bergen gibt es weiterhin Sturmböen.

Deutschland-Wetter im Überblick:

  • Donnerstag: 7 bis 14 Grad, bedeckt, besonders im Südwesten und Süden starker und anhaltender Regen
  • Freitag: 7 bis 12 Grad, viele Wolken, im Süden noch weiterer Regen
  • Samstag: 8 bis 13 Grad, bedeckt, noch etwas Regen
  • Sonntag: 0 bis 8 Grad, bedeckt, nach Norden hin einzelne Schneefälle bis in tiefe Lagen möglich, nach Süden meist trocken

(dpa/mwo)

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