Auch zum Wochenende halten schwere Unwetter Deutschland im Griff. Die Folge: Verzögerungen im Flugverkehr, unbefahrbare Straßen und ein unterbrochenes Musik-Event.

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Wegen starken Unwetters haben die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel den regulären Flugbetrieb am Freitag zeitweise eingestellt. In Schönefeld gab es zwischen 17.45 Uhr und etwa 20.00 Uhr aus Sicherheitsgründen keine Abfertigung von Maschinen, wie die Flughafenbetreiber mitteilten. Maschinen, die bereits Passagiere und Gepäck aufgenommen hatten oder kurz vor dem Unwetter gelandet waren, mussten warten. Auf dem Flughafen Tegel wurde die Abfertigung um 19.45 Uhr eingestellt. "Passagiere, die sich schon oder noch in den Flugzeugen befinden, müssen sich gedulden, bis ein gefahrloses Be- und Entladen der Maschinen wieder möglich ist", teilte die Flughafengesellschaft mit.

Elbjazz-Festival in Hamburg wegen Gewitters und Starkregen unterbrochen

Das Elbjazz-Festival im Hamburger Hafen musste am Freitagabend unterbrochen worden. Das Event war zunächst bei sommerlichen Temperaturen und wolkenverhangenem Himmel gestartet. Während des Auftritts der Sängerin China Moses kurz nach 21.00 Uhr kam es dann jedoch zu sturzbachähnlichen Regenfällen. Die Besucher suchten daraufhin Schutz unter Zelten, in geöffneten Hallen oder verließen frühzeitig das Gelände.

Das am Donnerstag gestartete Elbjazz hat tausende Jazzfans an die Waterkant gelockt. Es dauert noch bis Samstag. Auf acht Bühnen - darunter etwa in der Elbphilharmonie, auf dem Werftgelände von Blohm+Voss und in der Hauptkirche St. Katharinen – gibt es Konzerte zahlreicher Newcomer sowie vieler internationaler Künstler. Laut Veranstalter wurden für das Jazz-Event über 21 000 Tickets verkauft.

Unwetter setzt Soest unter Wasser

Nach tagelangen heftigen Unwettern in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens hat es am Freitagnachmittag Soest getroffen: Starkregen überschwemmte Teile der Innenstadt. Vor allem die Altstadt stehe unter Wasser, sagte ein Feuerwehrsprecher. Straßen seien überflutet worden, Keller bis unter die Decke vollgelaufen. Am frühen Abend sei das Wasser allmählich wieder abgelaufen. Am Nachmittag zählte die Feuerwehr etwa 500 Notrufe.

Zuvor waren am Freitagmorgen über mehrere Stunden heftige Gewitter über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen, Keller liefen voll, die Bahn meldete Verspätungen. Am Wochenende soll sich die Lage entspannen. Am Samstag würden nur noch vereinzelt Gewitter erwartet, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Für Sonntag seien freundlicheres Sonnenwetter und kühlere Temperaturen zu erwarten. (mss/dpa)