Das Wetter findet in Deutschland zum Wochenende zurück in die Spur. Die unnatürliche Wärme weicht der Kälte. Doch das Land ist zweigeteilt, die einen bekommen nasskaltes Schmuddelwetter, die anderen Schnee - und zwar bis ins Flachland.

Temperaturen bis zu 20 Grad - und das Ende November? Man hatte das Gefühl, das Wetter spielte in den vergangenen Tagen verrückt. "Das ist schon ungewöhnlich, kommt aber immer wieder vor", sagte ein DWD-Meteorologe.

Das stimmt. Am 6. November 1997 waren in Rosenheim in Oberbayern die Temperaturen bei kräftigem Alpenföhn sogar auf einen Rekordwert von 25,9 Grad gestiegen.

Schluss mit Wärme - jetzt kommt der Winter!

Mit der Frühlingsmilde ist es nun aber vorbei. Am Samstag erwartet uns ein Temperatursturz.

Von Nordwesten schiebt sich eine Kaltfront über Deutschland, die Tageshöchstwerte bewegen sich dann nur noch zwischen 4 und maximal 10 Grad.

  • Heute 4°C
  • Do 5°C
  • Fr 3°C
  • Sa 3°C
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Der Wetterumschwung vollzieht sich hauptsächlich in der Nacht zum Samstag. Aus starker Bewölkung fällt dann vor allem im Südwesten teils starker und auch langanhaltender Regen.

Zu Tagesbeginn kann nur noch im Westen und Nordwesten mit Sonne gerechnet werden. Im übrigen Deutschland regnet es, vom Oberrhein bis nach Brandenburg auch langanhaltend.

Der Regen hält sich auch in der Nacht auf Sonntag, geht aber in den Bergen bereits in Schnee über. Die Temperaturen fallen deutlich auf 3 bis -1 Grad, in höheren Lagen bis auf -3 Grad.

Schnee - und zwar bis ins Flachland

Am Sonntag macht sich der Winter dann auch in tieferen Lagen bemerkbar. Während an den Küsten und in der Südwesthälfte Deutschlands weiter Regen fällt, geht dieser im Süden in Schnee über - und das nicht mehr nur im Bergland. Auch in tieferen Lagen wird es weiß.

Was die Kinder freuen wird, sollte die Erwachsenen, die am Auto noch keine Winterreifen aufgezogen haben, allerspätestens jetzt an die Vernunft und Pflicht erinnern.

Die kalte Jahreszeit kann eine Herausforderung für Autofahrer sein: Nicht nur widrige Wetterverhältnisse und Schnee fordern volle ...


"Ab Samstag meldet sich der Winter zu Wort und er scheint eine ganze Weile bei uns bleiben zu wollen", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. "Ab 400 bis 500 Metern kann sich vielfach eine Schneedecke ausbilden."

Im Süden und in den Mittelgebirgen werden nicht mehr als 3 Grad erreicht, auf den Gipfeln der Alpen herrscht Dauerfrost. Hier muss - ebenso wie an den Küsten - mit teils stürmischem Wind aus West bis Südwest gerechnet werden.

Viel Schnee vor allem in höheren Lagen

Das Wetter hält sich auch in der Nacht auf Montag: Regen von der Küste bis in die Mitte Deutschlands und im Süden fällt weiter Schnee.

Vor allem "die Mittelgebirge und die Alpen dürften in der kommenden Woche einiges an Neuschnee abgekommen", meint Jung. "Dort sind ab 500 Metern vielfach 10 bis 20, vielleicht sogar 30 Zentimeter Neuschnee möglich."

Aber auch in den Niederungen muss besonders nachts mit Schneefällen gerechnet werden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich auf glatte Fahrbahnen einstellen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag werden im Norden 0 bis 5 Grad erreicht, im Süden sind 0 bis -4 Grad drin.

Der Montag bringt kaum Wetteränderung. Für den Norden bis zur Mitte des Landes sind neue Regenschauer vorhergesagt, im Süden Deutschlands gibt es Schneeschauer.

Deutschland-Wetter der kommenden Tage laut wetter.net:

  • Samstag: 5 bis 9 Grad, in der Mitte und im Süden viele Wolken und Regen, zum Abend sinkt die Schneefallgrenze zeitweise bis in tiefe Lagen
  • Sonntag: 2 bis 7 Grad, mal Sonne, mal Wolken, dazwischen zeitweise Schauer, in den höheren Lagen durchweg als Schnee
  • Montag: 2 bis 8 Grad, im Südosten zeitweise Schneefall, sonst mal Sonne, mal Wolken und einzelne Schauer

(mwo)

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