Das November-Wetter behält seinen April-Charakter bei und sorgt zum Wochenende für eine weitere Achterbahnfahrt in Deutschland. Nach frühlingshaften Temperaturen am Donnerstag und Freitag rauscht das Thermometer ab Samstag in den Keller.

Nicht nur der April macht, was er will, auch der November schlägt Kapriolen zwischen Sonne, Regen, Sturm und Kälte.

Es wird warm bis Freitag

Bis Freitag bedeutet dies milde Temperaturen, wenngleich sich die Sonne oft versteckt. Ab Samstag erwartet uns dann ein massiver Temperatursturz.

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Am Donnerstag wird es wechselnd wolkig, aber trocken. Von Baden-Württemberg über Bayern bis zur Lausitz scheint auch für längere Zeit die Sonne, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet.

Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 10 und 16 Grad, am Nordrand der Mittelgebirge sowie am Oberrhein wird es mit 18 Grad sogar frühlingshaft warm. "Das ist schon ungewöhnlich, kommt aber immer wieder vor", sagte ein DWD-Meteorologe.

Fast so mild wie vor einem Jahr

So wurden vor einem Jahr am 18. November im Alpenvorland 22 Grad gemessen. Am 6. November 1997 stieg in Rosenheim in Oberbayern das Thermometer bei kräftigen Alpenföhn sogar auf einen Rekordwert von 25,9 Grad. So sommerlich wird es nun aber nicht werden, dafür aber windig.

Von Südwesten her weht ein teils starker bis stürmischer Wind. Im Bergland sowie an der Nordsee treten Sturmböen auf, in exponierten Gipfellagen auch orkanartige Böen, warnt der DWD.

Das milde Novemberwetter bleibt Deutschland am Freitag erhalten, wenngleich es teils länger anhaltend regnet. Trocken bleibt es nur im Südosten.

Der Wind weht mäßiger, nur an der See und im Bergland wird es wieder stürmischer aus Südwest bis West. Der DWD warnt auch für Freitag vor Sturm-, teils Orkanböen in exponierten Gipfellagen, vor allem auf dem Brocken.

Temperatursturz ab Samstag

Kathrein lässt den Winter ein, heißt es zum 25. November und in der Tat verspricht der Samstag eine harsche Abkehr vom warmen Freitag zu werden.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net rechnet mit einem anhaltenden Kältesturz. Und zur Kälte gesellen sich weiterhin Regen und Wind, wobei der Südwestwind etwas nachlässt.

Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Samstags auf 500 Meter ab, wenngleich es nach Osten nochmal mild wird. Dort können bis 15 Grad erreicht werden, sonst liegen die Höchstwerte zwischen fünf und elf Grad.

Laut DWD fallen in der Nacht zum Sonntag weitere Schauer, die teils bis in tiefe Lagen mit Schnee vermischt sein oder als Graupel fallen können.

Zwischen den Höchsttemperaturen von Freitag und Sonntag liegen dann schon zehn Grad, bei Höchsttemperaturen am Sonntag von gerade mal acht Grad. Es bleibt nass und ungemütlich, in höheren Lagen fällt Neuschnee.

Der Montag läutet dann mit zwei bis acht Grad und grautrübem Schmuddelwetter die Woche ein, die ein frühwinterliches Stelldichein verspricht.

Ausblick zum Winterbeginn

Diplom-Meteorologe Dominik Jung lässt noch offen, ob sich pünktlich zum Beginn des meteorologischen Winters auch tatsächlich für längere Zeit frühwinterliches Wetter einstellen will.

Allerdings, so Jung, gehen aktuell immer mehr Wettermodelle genau diesen Weg: Zum Monatswechsel frühwinterlich mit Eis und Schnee bis in tiefe Lagen und in den Alpen steht bereits zur kommenden Wochenmitte "eine dicke Packung Neuschnee ins Haus".

Die kommenden Tage im Überblick:

Donnerstag: 11 bis 18 Grad, viele Wolken, ab und zu etwas Sonne, aus Nordwesten zeitweise etwas Regen, stürmischer Wind aus Südwest.

Freitag: 9 bis 17 Grad, im Nordwesten teils anhaltender Regen, sonst mal Sonne, mal Wolken, weiterhin Sturmböen vor allem in exponierten Lagen.

Samstag: 6 bis 11, nach Osten bis 15 Grad, aus Nordwesten deutliche Abkühlung mit viel Wind und Regen, die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter.

Sonntag: 4 bis 8 Grad, Mix aus Sonne und Wolken bei Regen und Schneeregen, in den Mittelgebirgen und Alpen fällt Schnee.

Montag: 2 bis 8 Grad, fast überall grau und bedeckt.

(sh)

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