Am Sonntag zeigte sich vor allem im Süden Deutschlands vielerorts die Sonne, bei freundlichen Temperaturen um die 15 Grad. So ging es am Montagmorgen weiter. Doch zum meteorologischen Frühlingsanfang am Dienstag nächster Woche (1. März) bäumt sich der Winter noch einmal auf - mit Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Auf ein mildes, teils windiges Wochenende folgt ein winterlicher Einbruch mit viel Regen: In Garmisch-Partenkirchen war es am Sonntag mit 18 Grad besonders schön. Auch im restlichen Deutschland lagen die Temperaturen teilweise deutlich über der 10-Grad-Marke. In Mannheim, Freiburg und Magdeburg wurden beispielsweise am Morgen 11 Grad gemessen.

Doch das Wochenende war nicht nur sonnig; es war windig und im Norden auch verregnet. So zum Beispiel auf dem Brocken im Harz. Dort fielen Messungen zufolge rund 80 Liter Regen pro Quadratmeter.

Regenfront breitet sich aus

Eine Kaltfront über Norddeutschland trennt maritime Polarluft im Norden von milder Luft im Süden. Diese kalte Luft breitet sich weiter nach Süden aus, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD) und bringt Regen. Lokal bestehe sogar Hochwassergefahr, warnt das Wetterportal wetter.net.

Zusätzlich weht ein lebhafter Wind. In mittleren Teilen Deutschlands seien auch stürmische Böen der Stärke sieben bis acht möglich, so der DWD. In den Bergen müsse mit Sturm- bis hin zu Orkanböen der Stärke zehn bis zwölf gerechnet werden.

Auch vor Dauerregnen warnen die Wetterportale. Laut DWD werden im Norden und in der Mitte Deutschland noch bis zu 25 Millimeter Niederschlag in zwölf Stunden erwartet.

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Ein frühlingshafter Montag

"Doch bevor der Regen und eine deutliche Abkühlung den Süden erreicht, wird es dort heute noch mal Frühling", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. "Wir erwarten im Süden von Bayern und Baden-Württemberg frühlingshafte 14 bis 17 Grad."

Erneuter Wintereinbruch

"In der kommenden Woche scheint es zumindest in mittleren und höheren Lagen noch mal winterlich werden zu wollen, aber auch im Flachland sind durchaus Schneeflocken möglich und in den Nächten droht dann sogar wieder Frost und das pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang", prognostiziert Jung. "Das könnte ein echter Kaltstart werden", so der Wetterexperte. Sogar Schnee bis in tiefe Lagen sei möglich - ein "echter Fröstel-Auftakt" zum Frühling.

Das Wetter in den nächsten Tagen laut wetter.net:

Dienstag: 3 bis 10 Grad, im Süden zeitweise Regen oder Schneeregen

Mittwoch: 3 bis 9 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, dazwischen Schneeregen- oder Regenschauer

Donnerstag: 4 bis 8 Grad, stellenweise Regen- oder Schneeschauer

Freitag: 4 bis 7 Grad, Wechsel aus Sonne und Wolken, meist trocken

Samstag: 5 bis 10 Grad, wolkig und trocken

Sonntag: 5 bis 10 Grad, überwiegend bedeckt, stellenweise Sprühregen

Montag: 2 bis 6 Grad, nass-kalt, teilweise Schneeschauer bis ganz runter

Dienstag (Meteorologischer Frühlingsanfang): 0 bis 5 Grad am Tag, Schneeschauer

Schlägt der Winter noch einmal richtig zu?

Ob es aber auch ganz unten für eine dauerhafte Schneedecke reicht, ist fraglich. Laut wetter.net ist die Jahreszeit "bereits sehr weit fortgeschritten, die Tage sind schon wieder deutlich länger und die Sonne hat schon recht viel Kraft gesammelt".

Da hätte es eine dauerhafte Schneedecke im Tiefland eher schwer, ausgeschlossen ist dies aber nicht. Und besonders in den Nächten kann es für eine weiße Überraschung reichen.