Die vergangenen Tage waren wettertechnisch mehr als unschön. Auch in den nächsten Tagen fehlt vom Wonnemonat Mai jede Spur: Zu Pfingsten steht eine markante Abkühlung bevor. Doch Ende Mai könnte das schlechte Wetter endlich vorbei sein. Naht sogar eine Hitzewelle?

Die kommenden Pfingsttage bleiben zunächst kühl und wechselhaft: Viele Wolken, kalte Luft und Bodenfrost bestimmen die Wetterlage in weiten Teilen Deutschlands. "In höheren Lagen ist sogar Schneefall möglich", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Onlineportal wetter.net

Im Süden Bayerns und Baden-Württembergs sei schon ein leichtes Pfingsthochwasser entstanden. Das werde noch weiter ansteigen, denn der Regen dauere bis in den Samstag hinein an.

Immer wieder gebe es Schauer und dauerhaften Regen. Dazwischen auch Gewitter. Laut Jung versuchen aus dem Osten warme Luftmassen vorzudringen - doch in vielen Regionen halte die kühle Luft erfolgreich dagegen.

Hitzewelle ahoi!

Doch es gibt auch gute Nachrichten: In der letzten Maiwoche könnten die Temperaturen anziehen. Stellenweise soll laut Jung dann sogar die 30-Grad-Marke geknackt werden und damit der erste Hitze-Tag des Jahres 2016 erreicht werden.

"In einigen Wettermodellen werden sogar Spitzenwerte bis 32 oder 33 Grad für möglich gehalten", erklärt Diplom-Meteorologe Jung. "Doch ob es dann tatsächlich in der letzten Maiwoche so warm wird, bleibt abzuwarten."

Die Wettertrends für den Sommer 2016

Dem US-amerikanischen Wetterdienst NOAA zufolge wird der europäische Sommer ein Mix aus Gewittern und Hitzewellen. In einem Streifen von Frankreich über Deutschland bis nach Polen würden sich demnach im kommenden Sommer immer wieder Grenzwetterlagen bilden. Warme Luft aus dem Süden würde auf kalte Luft aus dem Norden treffen. "Die Folge sind häufige Gewittertätigkeiten über Deutschland", so Jung über die Ergebnisse der Kollegen aus den USA.

Im gesamten Mittelmeerraum soll es dagegen warm, im östlichen Mittelmeerraum sogar heiß und trocken werden. Für diese Regionen sehen die US-Kollegen allerdings auch Dürre und Waldbrände. Der Norden Europas soll ein nasser Sommer werden und Richtung Russland wird ebenfalls Hitze angekündigt.

(ink)