In vielen Teilen Deutschland toben heftige Unwetter. Die Lage ist vielerorts dramatisch. Entwarnung ist vorerst nicht in Sicht. Wie geht es in den kommenden Tagen weiter?

Bereits seit vergangenem Samstag haben heftige Niederschläge große Bereiche Deutschlands im Griff. Besonders in Niederbayern erreichten diese ein katastrophales Ausmaß. So kam es im Landkreis Rottal-Inn durch die Überschwemmung zu fünf Todesfällen. Mehrere Personen werden noch vermisst. Vielerorts herrscht Ausnahmezustand.

Die nächsten Tage deuten leider nicht auf eine Verschnaufpause hin. Besonders in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Donnerstag nochmals vor starken Unwettern. Aber auch sonst sieht das Wetter in Deutschland nicht rosig aus.

So werden die kommenden Tage

Donnerstag: 15 bis 29 Grad, im Süden bedeckt und am kühlsten, hier immer wieder Regen, sonst auch Sonne und teils starke Gewitter.

Freitag: 20 bis 27 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, später starke Gewitter möglich.

Samstag: 20 bis 27 Grad, schwül-warm, erst freundlich, später brodelt es wieder und es bilden sich Gewitter. Auch Unwetter sind möglich.

Sonntag: 18 bis 24 Grad, im Norden recht freundlich, im Süden weitere Schauer.

Montag: 21 bis 27 Grad, Schauer und Gewitter im Südwesten. Starke Unwetter sind weiterhin möglich. Im Norden und Osten zum Großteil trocken.

Dienstag/Mittwoch: 21 bis 27 Grad, weiterhin unbeständig mit schauerartigen Regenfällen und kräftigen Gewittern. Nur im äußersten Nordosten bleibt es ruhig.

Es bleibt also in ganz Deutschland wechselhaft. So prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Onlineportal wetter.net: "Es vergeht auch in den nächster Zeit kein Tag, an dem es nicht heftige Gewitter geben könnte. Zum Wochenende nehmen die Gewitter sogar nochmal an Stärke zu. Dann drohen wieder fast überall Unwetter mit Starkregen, aber auch Sturmböen und Hagel." Nur im Norden bleibe es teilweise trocken.

Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer: Ab Mittwoch deutet sich laut DWD von Westen her eine vorübergehende Wetterberuhigung an. Trotz des Sommeranfangs kann jedoch in der näheren Zukunft nicht mit Schönwetter gerechnet werden.

(thp)