Sturmtief "Sebastian" ist am Mittwoch über Deutschland hinweggefegt und hat vor allem den Norden mächtig durchgewirbelt. Und turbulent geht es weiter. Sturmböen, Regen und Gewitter sind angekündigt.

Mit Blick auf das am Samstag beginnende Oktoberfest gibt es ebenfalls keine guten Aussichten: In München bleibt es in den nächsten Tagen ungemütlich. Der Start der Wiesn soll sprichwörtlich ins Wasser fallen.

Als erster Herbststurm in diesem Jahr hat "Sebastian" Deutschland durchgewirbelt. Vor allem im Norden und Nordwesten hat er schwer gewütet.

Im Laufe des Mittwochs tobte er mit Windgeschwindigkeiten mit Orkanböen von teilweise mehr als 150 Kilometern pro Stunde.

Entwarnung für den Norden gibt es noch keine: Das Tief soll auch am Donnerstag noch vereinzelt für heftigen Wind sorgen.

Sturmböen im Norden

Vor allem in den Hochlagen und an der See werden schwere Sturmböen erwartet. Wie Wetter.net berichtet, sollen diese jedoch nicht mehr so heftig ausfallen wie am Mittwoch.

Warnungen gibt es besonders für die Küstengebiete der Ostsee. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt dort vor markantem Wetter (Stufe 2).

Zwischen Hitze und Hochwasser - ein Meteorologe erklärt den verrückten Sommer 2017.

Brenzlig soll es auch Richtung Schwarzwald werden. Für die Region sind großen Regenmengen vorhergesagt. Der DWD rechnet mit Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Litern pro Quadratmeter.

Es wird vor Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen gewarnt.

Dauerregen in viele Teilen Deutschlands

Dauerregen ist momentan in vielen Teilen Deutschlands ein Thema. Er hat sich seit Mittwoch vom Saarland, über Rheinland-Pfalz, das nördliche Baden-Württemberg bis nach Hessen und Nordbayern eingestellt. Verbreitet fielen bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter.

Heute regnet es zunächst in der Mitte und im Süden des Landes. Am Nachmittag soll sich der Niederschlag langsam in den Südosten zurückziehen. Dabei können sich in der Nordwesthälfte starke Bewölkung, wiederholt Schauer und kurze Gewitter mit Graupel bilden.

Richtung Freitag wird damit gerechnet, dass Regen und Gewitter nachlassen – außer an den Küsten. Die Tiefstwerte sollen zwischen 13 Grad an der Nordsee bis 2 Grad bei Aufklaren in den Alpentäler liegen.

Auch für die nächsten Tage rechnen die Meteorologen mit recht herbstlichem Wetter. "Ein neuer Sturm ist zwar nicht in Sicht. Die Höchstwerte liegen aber am Tag meist unter 20 Grad, nachts sogar unter 10 Grad. Da dürfte nun endgültig in fast allen Wohnungen und Häusern die Heizsaison eröffnet werden", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Wiesn-Start fällt ins Wasser

Für den Start des Oktoberfestes macht er den Wiesngängern wenig Hoffnung. Der soll ins Wasser fallen. Jung zufolge fällt am Wochenende in München immer wieder Regen. Dazu sollen die Temperaturen tags kaum mehr als 15 Grad betragen. Nachts werden sogar einstellige Werte erwartet.

Im Rest des Landes sieht es ähnlich aus. Laut Wetterbericht des DWD wird es wechselnd, zwischenzeitlich auch mal stark bewölkt. Ab Mittag ist mit Schauern und Gewittern vornehmlich im Küstenumfeld, im Westen und im Südwesten zu rechnen. Die Temperaturen sollen zwischen 13 bis 19 Grad liegen. Bei längerem Regen am Alpenrand bleibt es kühler.

Deutschland-Wetter der kommenden Tage:

Freitag: 13 bis 20 Grad; Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer

Samstag: 14 bis 21 Grad; mal Sonne, mal Wolken; einzelne Schauer; nach Süden hin auch längere Zeit Regen

Sonntag: 14 bis 20 Grad; typisches Aprilwetter; immer wieder Regenschauer

Montag: 11 bis 19 Grad; aus Nordwesten neue Schauer, sonst anfangs freundlich

Dienstag: 12 bis 19 Grad; weiterhin wechselhaft mit einzelnen Schauern

Mittwoch: 13 bis 21 Grad; mal Sonne, mal Wolken; im Norden Schauer; sonst trocken

Donnerstag: 15 bis 24 Grad; wechselnd bis stark bewölkt und trocken

Freitag: 16 bis 23 Grad; besonders im Süden Regenwolken, sonst freundlich

(fab)