Nach den schweren Schäden infolge des Sturmtiefs "Herwart" bläst der Wind in Deutschland zu Wochenbeginn wieder schwächer. Zugleich fallen die Temperaturen.

Das Sturmtief "Herwart" hat am Wochenende in Deutschland erhebliche Schäden verursacht. Der Wind knickte viele Bäume um, die Straßen blockierten und den Verkehr behinderten.

In Deutschland stoppte die Bahn am Sonntag in sieben Bundesländern ihren Fernverkehr. Meteorologen warnten vor dem Betreten der Wälder, die Zoos in Berlin und Rostock blieben geschlossen.

Besonders vom Sturm betroffen waren der Norden und Osten Deutschlands.

Mindestens zwei Menschen in Deutschland sterben durch "Herwart"

Die Hamburger Feuerwehr rückte bis zum Sonntagmorgen 550 Mal aus - meist wegen Bäumen und Ästen auf Straßen, aber auch auf Autos und Häusern.

Die Berliner Feuerwehr wurde zwischen 4 Uhr und 10 Uhr zu 300 Einsätzen gerufen und rief deswegen den Ausnahmezustand aus. Der Sturm deckte dort ein komplettes Hausdach ab. Zwei S-Bahnen rammten umgestürzte Bäume.

Wegen starker Windböen in Frankfurt musste am Sonntag ein Airbus A380 der Lufthansa außerplanmäßig in Stuttgart landen.

Nachdem die aus Houston (USA) kommende Maschine wetterbedingt einige Zeit über dem Flughafen Frankfurt gekreist war, entschied sich der Kapitän zur Sicherheitslandung, auch weil Treibstoff knapp wurde.

An der Nordsee wurde ein 63 Jahre Camper von der Sturmflut überrascht und ertrank. Eine Frau starb nach einem Bootsunfall in Mecklenburg-Vorpommern. Mehrere Menschen verletzten sich bei Sturm-Unfällen.

Als der Sturm am Sonntag in Deutschland abflaute, begann vielerorts das große Aufräumen.

Es bleibt überwiegend trocken, aber kühl

Zum Wochenbeginn beruhigt sich der Sturm allmählich wieder.

In der Nacht zum Montag soll es bis auf 600 Meter hinunter sogar schneien, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mitteilte.

Am Montag bleibt es überwiegend trocken. Einzelne Schauer kann es in den nördlichen Mittelgebirgen und in den Alpen geben, in den östlichen Mittelgebirgen fällt Schnee.

Mit Temperaturen zwischen sieben und 13 Grad bleibt es kühl.

In der Nacht zum Dienstag fallen die Temperaturen auf vier bis null Grad, im Bergland gibt es Frost.

Am Dienstag regnet es laut Vorhersage vor allem im Norden und Osten. Im Südwesten und südlich des Mains bleibt es überwiegend trocken.

Die Temperaturen sollen zwischen sieben und 13 Grad liegen.

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Sturm "Herwart" in Deutschland: Bilder der Verwüstung

Gestoppte Züge, abgedeckte Häuser, umgestürzte Baugerüste, überflutete Straßen, Hunderte Einsätze der Feuerwehren: Das Sturmtief "Herwart" hinterlässt Spuren in weiten Teilen Deutschlands. Hier sehen Sie die Verwüstung, die der Sturm hinterlassen hat.

© dpa