Direkt vom Nordpol ist die kalte Spätwinterluft wie erwartet in Deutschland angekommen. Während es gestern bereits in den höheren Lagen zu Schneefall kam, schneit es heute in einigen Landesteilen auch in tieferen Regionen.

Direkt über dem Erdboden wurden am Morgen bis zu minus 6 Grad gemessen und das in tiefen Lagen. In der Höhe ist mittlerweile sehr kalte Luft angekommen. In 5.000 m Höhe liegen die Temperaturen über Norddeutschland derzeit bei minus 40 Grad. Daraus resultieren in den nächsten Stunden immer wieder teils heftige Graupel- und Wintergewitter.

Polarluft bringt Schnee

Aber der Höhepunkt des Kaltlufteinbruchs stehe uns erst noch bevor, erklärt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net: "In der Nacht zum Dienstag kommt ein zweiter Schwall Polarluft nach Deutschland. Dann kann es Dienstagmorgen in vielen Landesteilen bis in tiefe Lagen für weiße Überraschungen reichen. Autofahrer sollten dann besonders vorsichtig sein. Ab 300 bis 400 m dürften die Straßen schneebedeckt sein."

Die Dauer des Kaltluftzustroms sei ebenfalls ungewöhnlich: "Eine Erwärmung ist frühestens Freitag in Sicht und selbst dann nur sehr zaghaft. Der Frühling ist erst einmal komplett ausgeschaltet. Es ist derzeit vielerorts kälter und winterlicher als im gesamten Dezember 2015", so Jung.

  • Do 7°C
  • Heute 7°C
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Kälte und Sturm inklusive

Das ist allerdings noch nicht alles. Ab Montagabend wird es zudem stellenweise auch noch stürmisch. Ein Tief zieht direkt an Deutschland vorbei und sorgt besonders in der Mitte und im Süden für viel Wind. Und mit diesem Tief kommt genau dieser oben erwähnte zweite Schwall polarer Kaltluft nach Deutschland.

Dann schneit es bis in die tiefsten Lagen. Montag früh gibt es nahezu im ganzen Land Luftfrost. Die Werte können dabei in zwei Metern Höhe auf bis zu minus 5 oder 6 Grad sinken. Direkt über dem Erdboden sind sogar Werte bis minus 9 Grad möglich.

So werden die kommenden Tage:

Montag: 3 bis 9 Grad, aus Norden neue Schauer, vielfach bis runter mit Schnee vermischt.

Dienstag: 2 bis 8 Grad, bereits in der Nacht zieht ein kleines Schneetief von Nordwest nach Südost, bis in tiefe Lagen kann es weiß werden, auch am Tag weitere Schneeschauer.

Mittwoch: 3 bis 10 Grad, überall Schnee- oder Regenfälle.

Donnerstag: 5 bis 11 Grad, typisches Aprilwetter.

Freitag: 9 bis 15 Grad, vorübergehend etwas freundlicher, später aus Nordwesten wieder Schauer.

Samstag: 10 bis 18 Grad, viele Wolken, ab und zu Regen.

Sonntag (1. Mai): 7 bis 15 Grad, wechselhaft mit vielen Wolken und immer wieder Regenfälle.

Fazit

Der Spätwinter ist da und er bleibt uns weitere Tage erhalten. Warmes und beständiges Frühlingswetter ist nicht in Sicht. Selbst der Monatswechsel wird nass und nass bleibt es auch in den ersten Maitagen. Statt Wonnemonat, sieht es nach einem Tonnemonat aus …