Zermatt kämpft mit dem Schnee - Touristen können Ort nur per Helikopter verlassen

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Höchste Lawinengefahr, meterweise Neuschnee und zigtausende Touristen, die in Zermatt festsitzen: Der beliebte Schweizer Skiort? Im Ausnahmezustand. Die einzige Verbindung ist im Moment eine Luftbrücke.

Sie wollen nach Hause - und dies ist die einzige Möglichkeit. Touristen warten am Mittwoch in Zermatt darauf, dass sie ein Helikopter aus dem Schweizer Skiort ausfliegt.
Gewaltige Mengen Neuschnee fielen in dern vergangenen Tagen im Kanton Wallis, in der Region Simplon waren es zwei Meter binnen 24 Stunden. Zermatt versinkt förmlich im Schnee.
Bereits am Dienstagnachmittag flogen Helikopter in das Dorf, um Touristen abzuholen, die den Ort dringend verlassen mussten.
Mehrere Dutzende Touristen nahmen das Angebot in Anspruch. Es war die einzige Möglichkeit wegzukommen, da der Bahnverkehr gestoppt wurde und Straßen gesperrt sind.
Die Luftbrücke wurde am Dienstag allerdings vorzeitig wieder geschlossen - nach etwa eineinhalb Stunden.
Eine Lawine beschädigte ein Gleis, die Bahnstrecke bleibt daher weiter geschlossen. Die meisten der Touristen wollen nach Angaben der Gemeinde im Ort ausharren. Sie hoffen, dass die Skipisten bald wieder freigegeben werden.
Nicht nur Straßen und Pisten, auch Wanderrouten und Langlaufloipen sind wegen der Schneemenge und der Lawinengefahr nicht nutzbar.
Hier riegeln Einsatzkräfte am Dienstag die Straße neben dem Bahnhof in Zermatt ab.
Wegen der erhöhten Lawinengefahr war der Bahnverkehr gestoppt worden. Zermatt war bis zur Luftbrücke am Dienstagnachmittag komplett isoliert.
13.000 Touristen waren es, die im Dorf festsaßen, darunter diese Familie aus Singapur, die am Bahnhof strandete.
Stundenlang fiel am Dienstag der Strom im ganzen Ort aus. Schneemassen hatten die Leitungen durchgedrückt. Zum Glück sind sie nicht beschädigt.
Die Arbeiter kommen mit dem Räumen kaum nach, es hörte und hörte nicht auf zu schneien. Erst am Mittwochmorgen sahen die Bewohner wieder die Sonne.
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