Über den Wiener Messerangreifer werden einige Details bekannt: Der Österreicher sei strenggläubiger Muslim gewesen und habe ägyptische Wurzeln gehabt. Unterdessen kam es vor dem Parlament zu einem weiteren Zwischenfall.

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Der 26-Jährige, der vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien einen Soldaten angegriffen hatte und von diesem getötet wurde, hat beim Bundesheer als Grundwehrdiener gedient. Das meldet die Austria Presse Agentur (APA).

Er sei 2012 bei der Garde Wien eingerückt und strenggläubiger Muslim gewesen, teilte das Verteidigungsministerium der APA mit.

Im Schnitt gebe es beim Bundesheer rund 30 strenggläubige Muslime. Diese dürfen einem Sprecher zufolge fünfmal am Tag beten, bekommen eigenes Essen, dürfen sich einen Bart wachsen lassen, Gebetsräume nutzen und bekommen an islamischen Feiertagen dienstfrei.

Michaela Kardeis: "Täter sympathisierte mit dem politischen Islam"

Laut der Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Michaela Kardeis, fand an der Wohnadresse des Täters eine Hausdurchsuchung statt. Die Polizei Wien sichte nun das sichergestellte Material.

Insbesondere werde die Kommunikation in sozialen Medien ausgewertet. Es handle sich um einen Österreicher mit ägyptischen Wurzeln.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge sympathisiere er "mit dem politischen Islam", sagte Kardeis auf einer Pressekonferenz mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ).

Weiterer Vorfall vor dem Parlament

Kardeis gab zudem bekannt, dass sich Dienstagfrüh gegen 8:00 Uhr ein weiterer Vorfall in Wien zugetragen habe: Ein 26-Jähriger habe vor dem Parlament einen Security-Mitarbeiter angegriffen.

Der Mann - ein 26 Jahre alter Afghane - habe versucht, den Sicherheitsbeamten aus einem Auto zu zerren. Dieser habe Pfefferspray eingesetzt. Der Angreifer sei nicht bewaffnet gewesen. Verletzt wurde demnach niemand. (ank)