Neue Erkenntnisse über das Zugunglück von Meerbusch: Laut Medienberichten hat ein Fehler der Fahrdienstleitung den Unfall mit über 50 Verletzten verursacht.

Ein Fehler der Fahrdienstleitung könnte einem Medienbericht zufolge die Ursache für das Zugunglück von Meerbusch sein. Dem Lokführer des Personenzugs sei über Zugfunk mündlich die Erlaubnis zur Weiterfahrt erteilt worden, obwohl sein Streckensignal auf Halt stand, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch unter Berufung auf Ermittlerkreise.

50 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt

Bei dem Unfall am Dienstagabend war ein Regionalexpress des privaten Zugbetreibers National Express auf einen Güterzug von DB Cargo geprallt. Bei dem Unfall wurden laut Bundespolizei 50 Menschen verletzt, neun von ihnen schwer.

Eine Stellungnahme der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen zu dem Bericht war am Mittwochabend nicht zu erhalten.

Ein Sprecher der Stelle hatte zuvor erklärt, dass der Regionalzug hätte halten müssen. Dies sei aber keine Schuldzuweisung an den Lokführer der Regionalbahn.

Dem RMD-Bericht zufolge gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass die vergebenen Zugnummern fehlerhaft eingetragen waren. Deswegen könnte übersehen worden sein, dass zwei Züge sich im selben Streckenabschnitt befanden. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Bei der Suche nach der Ursache für die Zugkollision am Niederrhein zeichnet sich ein erstes Bild ab: Laut Unfallermittlern hätte der Regionalzug halten müssen. Unterdessen begann die Bergung.


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