Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ist deutlich gestiegen. Insgesamt gab es einen Zuwachs von mehr als vier Prozent. Damit ist ein neuer Höchststand erreicht.

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In Deutschland hat fast jeder Vierte (23,6 Prozent) ausländische Wurzeln. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich die Zahl im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf 19,3 Millionen.

Damit erreichte der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand.

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.

Rund 51 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind Deutsche, etwa 49 Prozent haben einen ausländischen Pass. Zum Vergleich: 2011 hatten laut Bundesamt nur 42 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund keinen deutschen Pass.

Die meisten haben türkische Wurzeln

Von den 19,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund hatten rund 2,8 Millionen (14 Prozent) türkische Wurzeln.

2,1 Millionen (11 Prozent) hatten einen polnischen, 1,4 Millionen (7 Prozent) einen russischen, 1,2 Millionen (6 Prozent) einen kasachischen und 0,9 Millionen (4 Prozent) einen rumänischen Hintergrund.

Von 24 Millionen Mehrpersonenhaushalten in Deutschland wird in 2,5 Millionen vorwiegend nicht Deutsch gesprochen. Am häufigsten wird in diesen Haushalten stattdessen Türkisch, Russisch, Polnisch oder Arabisch gesprochen.

Die Zahlen beruhen auf dem Mikrozensus, einer Stichprobenerhebung unter deutschen Haushalten. (fab/dpa/AFP)